Gut beschirmte Platz-Einweihung

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Zur Einweihung des neuen Platzes am Niederfeld versammelte sich alles um die 95-jährige Witwe Katharina Körner.

Eppertshausen - Es sollte eine wahrlich gut beschirmte Veranstaltung werden, die Einweihung des Wilhelm-Körner-Platzes gestern Nachmittag an der Straße Im Niederfeld. Von Thomas Meier

Gegenüber der Stephan-Gruber-Schule versammelten sich gut drei Dutzend Teilnehmer auf dem neuen Lehrerparkplatz zwischen neuer Bürger- und alter Mehrzweckhalle um Katharina Körner. Die 95-jährige Witwe des Namensgeber für den Platz saß, ebenfalls mit einem Schirm in der Hand, bei strömendem Regen vor dem zu enthüllenden Platz-Schild.

Im vergangenen Jahr wurde ein Anwesen im Niederfeld 29 abgerissen und mit dem angrenzenden Areal an der Bürgerhalle zu einem Park- und Festplatz umgestaltet. Bürgermeister Carsten Helfmann erinnerte, dass man in der Gemeindevertretung nicht lang habe überlegen müssen, seinem Vorschlag zuzustimmen und den Platz nach dem ehemaligen Lehrer Körner zu benennen. Körner wurde am 29. Januar 1921 geboren und wäre gestern 92 Jahre alt geworden. Er starb im Oktober 1999.

36 Jahre war der Namensgeber als Lehrer an der Gruber-Schule tätig. „Darüber hinaus hat er seit Beginn seines Schuldienstes umfangreiche Informationen für die Chronik der Gemeinde Eppertshausen gesichtet und zusammengestellt“, erinnerte Helfmann bei seiner Ansprache in der Bürgerhalle, in die man sich nach der Schildenthüllen des Wetters wegen verzog. Die Hauptarbeit für die finale Fassung der Ortschronik habe dem Pädagogen nach seiner Pensionierung in der Zeit von 1993 bis 1995 oblegen. „Für sein Engagement zum Wohle der Gemeinde benennen wir den Platz nach ihm“, sagte Helfmann.

Er freute sich, dass Katharina Körner, die es wie ihren Mann einst nach Eppertshausen verschlagen hatte, dem Ort die Treue hält und in der Seniorenwohnanlage lebt. Dass sie dies gern tue, versicherte die rüstige Witwe. Sie erinnerte daran, dass ihr Gatte zwar ebenfalls nicht im Ort geboren sei, aber „er war immer begeisterter Eppertshäuser“.

Dies konnte auch Pfarrer Harald Christian Röper bestätigen. Gern habe Wilhelm Körner sich auch an der Erforschung der Kirchengeschichte des Ortes beteiligt.

Quelle: op-online.de

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