Privater Hausflohmarkt

Vom Geheimtipp zum Sammlerparadies

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Nur ein kleiner Teil des Sortiments: Der Hausflohmarkt von Hans Nelhübel umfasst rund 8.000 Artikel.

Eppertshausen - Der Frühling hat endlich begonnen: Noch nicht gefühlt, aber zumindest auf dem Kalender. Und damit ist auch die Zeit für Hans Nelhübel gekommen, die Türen seines privaten Hausflohmarkts wieder zu öffnen. Von Verena Scholze

Am Samstag und Sonntag hatten die Besucher dieses Jahr erstmals Gelegenheit, in den Räumen der Nieder-Röder-Straße zu stöbern. Und anzusehen gibt es viel. Denn bereits 2008 begann Nelhübel seiner Sammelleidenschaft zu frönen. Seit damals verwandelte er die Garage, Keller, Anbauten und sogar Zelte in eine Angebotsfläche von kunterbunten Waren.

Bereits vor dem Haus weist alles auf den Flohmarkt hin, Ständer mit Kleidung und anderen Dingen sind der Blickfang fürs Auge. Nach dem Eintritt in das Vorzelt strahlen besonders die Augen der kleinen Besucher, denn hier stapeln sich Stofftiere und Spielsachen. Weiter geht es mit Büchern, Haushaltswaren und -geräten, Geschirr, Dekorationen aller Art, Schallplatten, Kleidung und Schuhen bis hin in einen eigenen Raum voller Gläser und Krüge. Rund 8.000 Artikel habe er derzeit im Angebot, schätzt Nelhübel. Manche Angebote scheinen dem einen oder anderen Betrachter etwas kitischig, weiß der Sammler aus Erfahrung.

Keine Chance für Ramsch und Sperrmüll im Hausflohmarkt

Viele der Stücke sind aus der Region, die meisten davon werden unterdessen direkt zum Hausflohmarkt gebracht. „Ich nehme jedoch keinen Ankauf vor“, betont Nelhübel. Dabei legt er Wert auf den Zustand der Ware, Ramsch und Sperrmüll kommen nicht in das breite Sortiment.

Vor Jahren noch war der Hausflohmarkt ein Geheimtipp. Aber nachdem selbst Funk und Fernsehen über das Sammlerparadies in Eppertshausen berichteten, finden viele Interessente aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet den Weg zu Nelhübel und dessen Frau Lydia, die ihren Mann in der Sammelleidenschaft unterstützt.

Stöbern einmal monatlich möglich

Jeden Monat bietet das Ehepaar an einem Wochenende die Möglichkeit zum Stöbern und Kaufen. „Eingeräumt ist es wieder schnell“, sagte Nelhübel. „Das dauert so ungefähr eineinhalb Tage. Aber das Ausräumen und Dekorieren vor dem nächsten Termin ist zeitaufwändig.“

Und der Erlös fließt keineswegs komplett in Nelhübels Taschen. Zweimal jährlich veranstaltet er einen Seniorennachmittag für die Eppertshäuser Bürger. „In der Regel finden sich dann zwischen 50 und 70 Senioren bei uns ein“, sagt Nelhübel. Bei Kaffee und Kuchen, viel guter Laune sowie einem Unterhaltungsprogramm beginnt der Nachmittag, der dann in einem Abendessen endet. Der nächste Seniorentreff ist für den 22. Mai geplant. Der nächste Hausflohmarkt soll am 21. und 22. April stattfinden.

Quelle: op-online.de

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