Gemeinde will Mietvertrag mit Kreis kündigen

Geld reicht nicht für Sanierung des Haus Asyl

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Eppertshausens kommunales Anwesen Hauptstraße 93 dient als Asylantenheim und bedarf dringend der Sanierung.

Eppertshausen - Derzeit hat der Landkreis das Haus Asyl in der Hauptstraße 93 von der Kommune gemietet. Die Gemeindevertretung will nun den Vertrag kündigen, wie aus ihrer jüngsten Sitzung hervorging.

Laut Bürgermeister Carsten Helfmann ist das Haus Asyl dringend sanierungsbedürftig. Das betreffe vor allem den Anbau: „Da kann niemand wohnen“, so Helfmann. Mit dem Tagessatz von etwa acht Euro, den der Landkreis pro Bewohner an die Kommune zahlt, sei eine Sanierung, wie sie die Verwaltung gerne vornehmen lassen würde, nicht möglich. „Dafür wären jährlich 30.000 bis 50.000 Euro mehr nötig und das über sieben bis acht Jahre hinweg“, unterstrich Helfmann. Die Gemeindevertretung hat deshalb bei einer Enthaltung (SPD) beschlossen, den Vertrag mit dem Landkreis zum 31. Dezember 2017 zu kündigen. Gleichzeitig sollen Verhandlungen bezüglich einer vorzeitigen Auflösung des Vertrags geführt werden.

Nach der Räumung des Gebäudes soll dieses entweder verkauft oder zum Sozialen Wohnungsbau umgestaltet werden – möglich ist hierbei auch ein Abriss mit anschließendem Neubau. Über die drei Optionen werden die gemeindlichen Gremien beraten, um anschließend einen Beschluss vorzulegen. Klar ist, als Asylunterkunft wird das Haus nicht mehr dienen. Eine negative Auswirkung auf die Flüchtlings-Unterbringungsquote, die Eppertshausen zu erfüllen hat, werde dieser Umstand aber nicht haben, wie Helfmann bekräftigte. Und auch der Kreis kommt nicht in Bedrängnis; ihm stünden zur Unterbringung von Asylbewerbern in Eppertshausen genügend Privaträume zur Verfügung. „Zum Beispiel kann das ehemalige Fitnessstudio in der Jahnstraße bezogen werden“, weiß Helfmann. (rin)

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Quelle: op-online.de

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