Gemeinschaftsprojekt von Kommune und Geschäftswelt

Zentrum im Zeichen der Schutzburg

Die Erstklasskinder der Stephan-Gruber-Schule erkundeten mit Lehrern und Jugendpflegerin Stephanie Groh (rechts) die „Route der Schutzburgen“.
+
Die Erstklasskinder der Stephan-Gruber-Schule erkundeten mit Lehrern und Jugendpflegerin Stephanie Groh (rechts) die „Route der Schutzburgen“.

Eppertshausen - Kindern in kleinen oder großen Notlagen nach bestem Wissen und Gewissen helfen und sie in keiner Weise gefährden, Kinder und Jugendliche mit ihren Anliegen ernst nehmen und dazu während der üblichen Öffnungszeiten für Kinder als Ansprechpartner zur Verfügung stehen: Dazu haben sich 40 Gewerbetreibende entschieden.

Vom Zahnarzt bis zum Kfz-Betrieb, in ganz Eppertshausen, überall wo die Kinder den Schutzburg Aufkleber erblicken, können sie auch Hilfe erwarten. Das Projekt, das seit vielen Jahren besteht, wurde jetzt den ersten Klassen der Stephan-Gruber-Schule praktisch vorgestellt. Geführt von der Jugendpflegerin und den Lehrern liefen sie auf dem Franz-Gruber-Platz von ,,Burg zu Burg“ und erfuhren, wo überall ihnen praktische Hilfe im Fall der Fälle geleistet werden kann. Die Häusliche Krankenpflege Zayed begrüßte die Kinder sowie die Boutique Coribelle und die Postfiliale, die alle ihren Schutzburg-Aufkleber in der Schaufensterscheibe aufgeklebt hatten und von den Kindern so gleich entdeckt wurden.

,,Beim Bürgermeister können wir auch Hilfe bekommen‘‘, rief ein Kind, als das Rathaus aufgesucht wurde. Alle Schutzburgen wollen den Kindern sicheren Aufenthalt in ihren Räumen und erste Hilfestellungen geben. Dies kann praktische Hilfe wie das Versorgen von kleinen Wunden sein, auch mal die Eltern benachrichtigen oder aber eine Fahrradkette auflegen. Die kleinen Hilfeleistungen werden von den Geschäftstreibenden einmal im Jahr an die Jugendförderung gemeldet.

So können Eltern das kindliche Selbstbewusstsein stärken

Die Arme in die Luft, sich groß machen und stark fühlen: Persönlichkeitstrainer Jürgen Rüstow zeigt den Kindern in der Berliner Kindertagesstätte "Wolkenzwerge" eine Übung. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn
In Jürgen Rüstows Selbstbewusstseinstraining lernen die Kinder anhand kleiner Gesten, sich stärker zu fühlen. Wer dem Gegenüber beim Händeschütteln in die Augen sieht, vermittelt gleich ein ganz anderes Bild. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn
"Eins, zwei drei" - gemeinsam heben die Kinder in Jürgen Rüstows Persönlichkeitstraining ein Kind in die Höhe. Es soll spüren, dass es sich auf die anderen Kinder der Gruppe verlassen kann. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn
Carsten Stahl setzt sich deutschlandweit gegen Mobbing ein. Er gibt unter anderem Kurse an Schulen. Foto: Anna Rose Photo/dpa-tmn
So können Eltern das kindliche Selbstbewusstsein stärken

Das Projekt ist mit anderen Partnergemeinden verknüpft und wird von der „PSY:Plan, Institut für Architektur- und Umweltpsychologie“ in Berlin, das das Projekt ins Leben gerufen hat, geführt. Weitere Informationen gibt es bei www.schutzburg.net. Ebenso Schutzburg ist das Jugendzentrum an der Bürgerhalle. Es lädt Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren montags, mittwochs und freitags zu den Öffnungszeiten 16 bis 20 Uhr ein. (tm)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare