Gewerbegebiet keine Rennstrecke für Raser

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SPD-Parlamentarier Andreas Larem sorgt sich um die Gefahr, die im Gewerbegebiet Park 45 von Rasern ausgeht.

Eppertshausen - Seit die Gemeinde die Zählgeräte an den Straßenrändern aufstellt, bleibt es kein Geheimnis mehr, wenn in einer Gegend zu schnell gefahren wird und wie viel, oder ob der Verkehr auf einer Straße zu- oder abnimmt. Um die Gefahr, die im Gewerbegebiet Park 45 von Menschen ausgeht, die mit ihren kleinen und großen Fahrzeugen zu schnell unterwegs sind, hat sich SPD-Parlamentarier Andreas Larem Sorgen gemacht. Von Alexander Klug

„Einige Eppertshäuser haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass so mancher Auto- und Lasterfahrer ganz schön schnell durchs Gewerbegebiet rauscht“, meint SPD-Fraktionschef Andreas Larem. Er hatte bei einem Treffen der Gemeindevertreter die Verwaltung aufgefordert, ihr mobiles Messgerät dort zu postieren, um die Verkehrssituation zu untersuchen.

Denn vor allem, seit die Supermärkte Rewe und Penny im neuen Park 45 geöffnet hätten, seien wesentlich mehr Fußgänger und Fahrradfahrer in dem Gebiet unterwegs – mehr potenzielle Opfer für Raser. „Die Bäume mitten auf den Gehwegen machen es außerdem nicht unbedingt einfacher“, merkt der Eppertshäuser an. Sie würden den Platz dort unnötig einschränken.

Außer den schnellen Lastern hält er die Ortseingänge für „Problemzonen“ Eppertshausens. „Es stand schon der eine oder andere in der Kirche“, erinnert sich Larem. Schon einige Meter vor dem geplanten Kreisverkehr an der Einmündung der Babenhäuser in die Hauptstraße müsste dagegen etwas unternommen werden. Wie so etwas aussehen könnte, sei beispielsweise am Münsterer Ortseingang von Eppertshausen aus kommend zu besichtigen. „Eine Verkehrsinsel wäre zum Beispiel eine Möglichkeit“, meint Andreas Larem.

Zweieinhalb Monate lang habe das Messgerät in der Einsteinstraße im Park 45 gestanden, erläutert Bürgermeister Carsten Helfmann – von Mitte Oktober bis Anfang Februar. „Ein paar Unbelehrbare gibt es immer, die kriegt man aus der Statistik nicht raus“, führt der Rathauschef aus. Die Spitzengeschwindigkeit der Messung lag bei 92 Kilometern pro Stunde. Wichtiger als der Spitzenwert hingegen sei, meint Helfmann, die Quote derer, die sich an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit halten – und die liegt bei 85 Prozent. „Erst, wenn diese Zahl in Richtung der 70 sinkt, wird die Polizei hellhörig“, weiß der Bürgermeister. Erst dann komme das Wort Gefahrenschwerpunkt ins Spiel. „Wir liegen noch komfortabel unterhalb der Toleranzgrenze“, weiß Helfmann.

Auch der Anteil der Laster am Straßenverkehr in Eppertshausen gebe keinen Anlass zur Beunruhigung, meint der Bürgermeister: Auf der Hauptstraße durch den Ort betrage der Anteil der Lkw gerade einmal drei Prozent. „Dass er im Gewerbegebiet Park 45 höher liegt, ist ja klar, darüber freuen wir uns sogar, weil dort viele unserer Firmen sitzen“, meint Helfmann. Eine Verkehrsuntersuchung habe ergeben, dass im Durchschnitt in vier Stunden 400 Autos ins Gewerbegebiet fahren; und 23 Laster. „Das ist unproblematisch“, sagt Helfmann. Gezählt hatte die Gemeinde im Oktober vergangenen Jahres.

Er verweist außerdem auf das Verkehrsentwicklungskonzept der Gemeinde, in das die neuen Zahlen Eingang finden. „Die Problemstellen sind bekannt, ihnen müssen wir uns im aktualisierten Konzept annehmen“, sagt der Bürgermeister.

Anfage von SPD-Mann Larem

Quelle: op-online.de

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