Günther-Ansiedlung spült 850.000 Euro in Gemeindekasse

Gewerbegebiet Park 45 soll größer werden

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Externe Nutzer können die Sportflächen im Eppertshäuser Sportzentrum (hier das Naturrasen-Großfeld) mieten. Am Montag verabschiedeten die Gemeindevertreter einstimmig die überarbeitete Benutzungsordnung sowie die Entgelte.

Eppertshausen - Die Gemeindevertreter verkaufen fast einen Hektar Land an eine Dieburger Firma und wollen, dass der Park 45 noch größer wird. Zudem wurde zur jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter der Haushalt 2019 eingebracht.

Eppertshausens Gewerbegebiet „Park45“ ist ein Erfolgsmodell – und nun mit Ausnahme eines größeren Grundstücks komplett vermarktet: Die Gemeindevertreter beschlossen einstimmig den Verkauf zweier nebeneinander liegenden Areale an der Einsteinstraße an die Günther Maschinenbau GmbH. Nach dem Willen der CDU soll der Park 45 in ein paar Jahren zudem noch einmal wachsen.

Die Firma Günther sitzt derzeit noch in Dieburg, kann dort allerdings nicht mehr wachsen und will ihre Geschäfte ab dem Jahr 2020 in Eppertshausen aufnehmen (wir berichteten). Die Grundstücksverhandlungen fanden im Sommer statt, der Verkauf von insgesamt 9452 Quadratmetern wurde in der Sitzung final beschlossen. Nachdem man für die Vermarktung des Gewerbeparks zunächst einen Partner im Boot hatte, vermarktet die Gemeinde die Restbestände inzwischen selbst. Das Projektkonto wurde bereits aufgelöst, die Einnahmen aus Grundstücksverkäufen fließen direkt in den Haushaltssäckel.

Der Verkauf der beiden Grundstücke an der Einsteinstraße spült Eppertshausen 850.000 Euro in die Kasse. Noch hat Günther Maschinenbau keinen Bauantrag gestellt, will aber auch wegen eines Ende 2019 auslaufenden Mietvertrags in Dieburg so rasch wie möglich ins neue, noch zu bauende Domizil umziehen. Anstatt der ursprünglich geplanten zwei Gebäude soll nun aber ein größeres, 3500 Quadratmeter großes Gebäude auf dem rund einen Hektar großen Areal entstehen. Der Unternehmenssitz wird von Dieburg nach Eppertshausen verlegt. Vertreter der Firma hatten zuvor im Ausschluss allerdings erläutert, dass nicht die kompletten 110 Arbeitsplätze nach Eppertshausen umziehen werden. Rund 20 Mitarbeiter, die in der Blechbearbeitung tätig sind, sollen in Dieburg bleiben.

Damit steht im jetzigen Park 45 nur noch ein freies Grundstück von 3 860 Quadratmetern zur Verfügung. Die CDU will das Gewerbegebiet perspektivisch um mehr als drei weitere Hektar gen Süden ausdehnen. Sie beantragte die Bereitstellung der Planungsgelder für das Vorhaben, bis zu dessen Umsetzung einige Jahre vergehen dürften. Während die Christdemokraten geschlossen dafür votierten, war die SPD bei einer Zustimmung, vier Enthaltungen und zwei Gegenstimmen gespalten.

Bilder von der Kerb in Eppertshausen

Nach der Umwandlung der Hart- in Kunstrasen-Plätze im Sportzentrum verabschiedeten die Gemeindevertreter hingegen einstimmig die überarbeitete Benutzungsordnung sowie die Entgelte für die Miete der Spielfelder. Dazu zählt etwa die Fläche in der Sporthalle im Zentrum, die externe Nutzer drittelweise zu 15 Euro die Stunde mieten können. Die Gemeinde wollte aber auch für den Fall gewappnet sein, dass andere Fußball-Klubs als der FV Eppertshausen zum Beispiel das besonders im Winter attraktive Kunstrasen-Großfeld für ein Spiel mieten wollen. Hierfür wurde ein Betrag in Höhe von 350 Euro festgelegt.

Zudem brachte Bürgermeister Carsten Helfmann am Montagabend den Haushaltsentwurf 2019 an, der bereits an der Bürgerversammlung öffentlich vorgestellt wurde (wir berichteten). Der Entwurf weist im Ergebnishaushalt Gesamterträge in Höhe von 12,720 Millionen Euro und Gesamtaufwendungen von 13,295 Millionen Euro aus. Der Fehlbetrag soll aus Rücklagen ausgeglichen werden, womit auch der Haushalt 2019 ohne Kassenkredite auskäme und somit erneut genehmigungsfrei wäre. Die größten Investitionen werden die ersten 1,5 Millionen Euro für den sozialen Wohnungsbau an der Mozartstraße, Grundstücksankäufe (350.000 Euro), die Modernisierung der Kläranlage (141.000 Euro), ein Fahrzeug für die Feuerwehr (65.000 Euro) und eine Beschallungsanlage für die Bürgerhalle (55.000 Euro) sein. (jd)

Quelle: op-online.de

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