Das Gros spielt sich nun drinnen ab

+
Bau der Bürgerhalle schreitet voran. Das Hauptaugenmerk beim Innenausbau liegt darauf, den vorhandenen Platz optimal zu nutzen.

Eppertshausen - Gerne legen seit einigen Monaten die Eppertshäuser Einwohner ihren Spaziergang so, dass sie an der Baustelle der Bürgerhalle vorbeikommen, um zu sehen, was sich verändert hat und wie sich das neue Herzstück der Gemeinde entwickelt. Von Jasmin Frank

Doch viel zu beobachten gibt es seit einiger Zeit nicht mehr, denn momentan richtet sich der Schwerpunkt der Arbeiten auf das Innenleben des Gebäudes.

„Wir liegen sehr gut im Zeitplan, deshalb sind die Außenarbeiten am Gebäude weitestgehend abgeschlossen“, informiert der Bauamtsleiter der Gemeinde, Jürgen Geist. Allerdings stünden die Verlegung des Pflasters und der Zuwege sowie die Gestaltung der Grünbereiche noch an. Innen sieht es auf den ersten Blick noch sehr nach Baustelle aus. Doch auch hier komme man voran, versichert Geist: So seien der Innenputz und die Rohrmontage von Elektro-, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen abgeschlossen. Der Estrich sei verlegt, die Trockenwände aufgestellt. „In der kommenden Woche werden die Decken angebracht, wozu zunächst eine Unterkonstruktion angefertigt wird, auf die dann Decken in Trockenbauweise gehängt werden“, beschreibt Geist das Prozedere.

Auch ein sogenannter „blower-door-test“ steht ins Haus: Durch ihn kann ermittelt werden, ob in dem nach energetischen Gesichtspunkten geplanten Gebäude wirklich keine Öffnungen vorhanden sind, die einen Luftwechsel zulassen. Für alle Arbeiten liegt ein straffer Zeitplan vor, der ebenso wie der Kostenrahmen stets von der Gemeinde beobachtet wird. Jürgen Geist weiß genau, wann die nächste Ausschreibung erledigt werden muss und hält dazu mit dem Architektenbüro Petzold und Kremer engen Kontakt.

Optimale Ausnutzung des vorhandenen Platzes

Nichtsdestotrotz kommt es vor, dass kleinere Änderungen vorgenommen werden müssen: So wurde eine der beiden Durchreichen im Küchenbereich verlegt, damit die Speisen direkt hinter der Theke ausgegeben werden können. „Es ist eine der Aufgaben unserer Mehrzweckhallenkommission, die praktischen Abläufe ins Auge zu fassen und gegebenenfalls zu optimieren, was an diesem Beispiel sehr gut gelungen ist“, macht Geist deutlich.

In der neuen Bürgerhalle steht die optimale Ausnutzung des vorhandenen Platzes im Fokus. So gibt es eine mobile Theke, die zusätzlich zu der fest installierten verwendet werden kann. „Auch unter der Bühne ist Raum für Tische oder Bühnenbedarf vorgesehen“, so Geist, der auf eine Stelle neben der Bühne weist und erläutert, dass dort ein kleiner Aufzug hinkomme.

Doch nicht nur in, sondern auch auf der Bürgerhalle soll der Platz optimal genutzt werden: Die Dachfläche mietet ein Photovoltaikbetreiber an, der dort Strom generieren wird. „Dabei stehen für die Gemeindeverwaltung nicht die Mieteinnahmen im Vordergrund, sondern es geht darum, ein ökologisches Zeichen zu setzen“, informiert der Bauamtsleiter.

Er ist durchaus erleichtert, dass so viele Bereiche des Bürgerhallenbaus bereits angelaufen sind. Die zahlreichen Ausschreibungen neigten sich damit dem Ende entgegen, freut sich Geist: „Alle interessierten Firmen bekommen von uns, also der Gemeindeverwaltung und den Architekten, ein detailliertes Leistungsverzeichnis erarbeitet, das sie dann ausfüllen müssen. Eine solche Übersicht ist in der Regel mit den Vorbemerkungen 50 bis 70 Seiten stark und damit ist ein großer Aufwand verbunden, der aber nun weitestgehend abgeschlossen ist.“ Nur noch die Vorhänge für die Bühne, die WC-Trennwände, der Thekenbau mit Schankanlage, die Bestuhlung und die Außengestaltung müssen nun noch ausgeschrieben werden. Dann sind endgültig alle Arbeiten vergeben und der Bau der Bürgerhalle kann zügig voranschreiten.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare