Dr. Günter Fanghänel

Seine Toten liegen überall

+
Der Autor an seinem kreativen Arbeitsplatz in Eppertshausen: Dr. Günter Fanghänel bringt einen neuen Krimi heraus.

Eppertshausen - Der Eppertshäuser Dr. Günter Fanghänel hat bereits seinen zweiten Krimi heraus gebracht. Seinem Erstlingswerk „Der Tote vom Teufelstal“ ließ der 78-Jährige nun „Der Tote auf Gleis 2“ folgen. Und ein dritter Thriller ist im Werden. Von Sascha Eyßen 

„Es fasziniert mich, logische Handlungsstränge zu entwickeln und das spannend darzustellen“, beschreibt Fanghänel die Motivation für sein Hobby. Außerdem kommt er mit seiner schriftstellerischen Tätigkeit ganz nebenbei einer Forderung seiner Frau nach. „Du kannst nicht immer nur Krimis lesen, du musst auch mal welche schreiben“, hatte die ihm vor einiger Zeit angeraten.

Die Arbeiten an Fanghänels neuestem, 212 Seiten dicken Krimi haben rund ein Jahr gedauert. Erneut hat der gebürtige Thüringer sein Werk über Books on Demand in Eigenregie veröffentlicht. Die Bücher werden also erst gedruckt, wenn eine Bestellung vorliegt.

Bücher an Verlage geschickt

Zwar hatte er früher Bücher auch einmal an Verlage geschickt und durchaus positive Rückmeldungen erhalten. Die verlangten allerdings Druckkostenzuschüsse, da nahm Fanghänel die Sache lieber selbst in die Hand und bringt seine Bücher im Eigenverlag heraus. Sogar für die Titelbildgestaltung von „Der Tote auf Gleis 2“ (ISBN: 978-3-7322-8498-6, Preis: 12 Euro) zeichnet Fanghänel selbst verantwortlich. Das Bild zeigt ein Gleis, aufgenommen am Bahnhof in Babenhausen.

Bei „Der Tote auf Gleis 2“ konnte Eisenbahnfan Fanghänel die Erfahrungen aus einem weiteren Hobby mit einfließen lassen. Ein kurzer Blick auf den Klappentext: „Im Mai 2013 wird auf Gleis 2 in Weida-Altstadt nach der Abfahrt eines Güterzuges ein Toter gefunden. Bei einem Banküberfall in Weida hat es auch einen Toten gegeben. Hängen die beiden Fälle zusammen? Im Verlauf der Ermittlung stellt Kriminalhauptkommissar Günter Schreiber fest: Wir haben es mit einem Banküberfall zu tun, bei dem eine Waffe verwendet wurde, die eigentlich auf dem Grund eines Stausees liegen und bei dem ein Täter beteiligt war, der seit 2004 tot sein soll. Das ist alles höchst merkwürdig.“ In mühevoller Kleinarbeit gelingt es dem Team der Geraer Mordkommission, den Fall zu lösen.

Frankfurter Buchmesse 2013: Impressionen

Frankfurter Buchmesse 2013: Impressionen

Krimiautor ist der in Eppertshausen Lebende erst seit ein paar Jahren, Bücher hatte er während seines Berufslebens aber einige geschrieben. Fanghänel ist promovierter und habilitierter Mathematikdidaktiker. Auf seinem Gebiet hat er in diversen Fachzeitschriften zahlreiche Beiträge veröffentlicht. Er ist Mitautor von Lehrbüchern und Schülermaterialien. 2009 ist von ihm das populärwissenschaftliche Buch „Zauberlehrlinge und Zahlen“ erschienen. Für dieses Werk war der Rechercheaufwand relativ hoch. „Bei den Krimis kann ich mir die Fälle frei überlegen“, erklärt Günter Fanghänel den Unterschied zu mathematischen Gesetzmäßigkeiten.

Rückmeldungen auf die Krimis positiv

Die Rückmeldungen auf die Krimis seien bislang durchweg positiv. Das ist der Lohn für die viele Arbeit. Finanzielle Ambitionen hat er nämlich bei den Krimis nicht. „Da wird man nicht reich von“, sagt Fanghänel.

Nachdem sein zweiter Krimi nun erschienen ist, liegt die Frage nach dem dritten Werk auf der Hand. Angefangen zu schreiben habe er noch nicht, ein Titel für einen eventuell dritten Krimi steht aber bereits fest.: „Die Tote von Kabine 8032“ soll er heißen. Hier würde Fanghänel gerne die Beobachtungen und Erfahrungen aus mehreren Kreuzfahrten einfließen lassen. Wobei der beschriebene Mord auf dem Kreuzfahrtschiff glücklicherweise rein fiktiv sein wird.

Quelle: op-online.de

Kommentare