Halle gibt noch Rätsel auf

+
Dem Richtspruch vom Zimmermann auf das Wohl der Bürgerhalle folgte ein erstes Prost.

Eppertshausen ‐ Oft stehen vor dem Rohbau der neuen Bürgerhalle Passanten und verfolgen das Geschehen auf der Baustelle, rätseln, ob alles rechtzeitig fertig werden wird und ob der Kostenplan eingehalten werden kann. Von Jasmin Frank

Nun hatten sie die Gelegenheit, sich vor Ort über die Abläufe zu informieren und sich einen Überblick über neu geschaffenen Räumlichkeiten zu verschaffen: Die Gemeinde hatte zum Richtfest geladen.

„Ich finde es sehr interessant, die Halle auch einmal von innen zu sehen und zu erfahren, wie sie in Zukunft von den Bürgern und der Gemeinde genutzt werden kann“, sagt August Seibel und seine Frau Elisabeth fügt hinzu: „Ich hoffe, dass sie auch wirklich behindertengerecht gestaltet ist. Auch wenn es dafür Vorgaben gibt, sieht es in der Praxis doch nicht immer so aus, wie es sein sollte.“

Bürgermeister Carsten Helfmann ist bei der Vorstellung der vielfältigen Vorzüge der neuen Bürgerhalle ganz in seinem Element. Zahlreiche Bürger fanden sich zum Richtfest ein.

Doch bevor die Bürger zum Rundgang durch den Rohbau starten konnten, begrüßte Bürgermeister Carsten Helfmann die Gäste, unter denen Wilhelm Reuscher, Heike Hofmann und Manfred Pentz vom Hessischen Landtag, Landrat Klaus Peter Schellhaas, Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann, Schulleiterin Marion Lehr und die Bauverantwortlichen waren. Auch Zahlen und Fakten kamen nicht zu kurz: Sowohl der Zeitplan als auch das Kostenbudget werden nach Angaben des Rathauschefs derzeit eingehalten, es liege durch die Mehrkosten im Bereich der Ausstattung lediglich eine Unterdeckung von 11.000 Euro vor, was in Bezug zum Gesamtbudget nur 0,24 Prozent ausmache. Im Anschluss gab der ausführende Zimmermann den Richtspruch zum Besten, bei dem er auch für die glücksbringenden Scherben sorgte, indem er sein Trinkglas kaputt warf.

Nun ging es hinein in die Halle, doch die Begehung musste noch warten, denn der Landrat hielt noch eine kurze Ansprache und dann wurde ein spannender und informativer Film von Günter Maier über die Entwicklung des Bauvorhabens gezeigt.

Derweil stromerten etliche Gäste schon in der Halle umher und die ersten Urteile waren zu hören. Vom „mir gefällt es richtig gut“ bis „hier ist es aber dunkel“ gab es vielfältige Meinungen. Moniert wurde vor allem der sehr schmale Gang von der Halle zu den Toiletten: Schon für zwei kräftig gebaute Männer sei es hier zu eng, um aneinander vorbeizukommen, wenn dann noch ein Kinderwagen oder ein Rollstuhl passieren müsse, könne es Probleme geben.

Für viele Besucher war es ein Rätsel, wie sich hier hunderte Besucher bei einer Großveranstaltung ohne Stau oder Rangeleien ihren Weg bahnen sollen. Doch die Führungen durch die Halle kamen bei den Bürgern dennoch gut an, alle Räume wurden in mehreren Gruppen eingehend inspiziert und im Anschluss gab es die Gelegenheit, den kleinen Saal erstmal offiziell zum gemeinsamen Imbiss zu nutzen.

Quelle: op-online.de

Kommentare