Halloween-Nights der Thomashütte

Gruselparcours und Artistikshow in Eppertshausen

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Atemberaubendes Turnen am Ring: Alexandra Sazonova in der Kuppel der Zirkusarena.

Eppertshausen - Grusel vom Feinsten und atemberaubende Artistik – die Halloween-Nights an der Thomashütte haben noch bis kommenden Samstag einiges zu bieten. Von Peter Panknin

Die Spannung stieg auf ungeahnte Höhen, gruselig würde es nur werden, wenn die Veranstaltung auf dem Gelände an der Thomashütte wieder nicht stattfinden könnte. So sehr der Veranstalter Alex Ramien das Gruseln mag, über ein erneutes Scheitern dachte er nicht nach. Schließlich waren seine Bemühungen von Erfolg gekrönt, denn am Freitag begann die Veranstaltung pünktlich. Wer mochte, konnte sich ab 18 Uhr die Zeit im gruselig erscheinenden Waldgelände vertreiben.

Lichtdesigner hatten für eine unwirklich erscheinende Beleuchtung des Parcours und hier und da für gewaltige Spinnengewebe gesorgt. Beim Rundgang musste man damit rechnen, dass plötzlich eine unheimliche Gestalt hinter einem Baum hervorsprang und einen erschreckte. Clowns versetzten Besuchern erst einmal einen Schreck, bevor das gemeinsame Lachen ausbrach. Ebenso schaurig wie belustigend war der Rundgang durch das alte Schlachthaus, über und über mit Blut beschmiert, die bereitstehende Zinkwanne lud auch nicht gerade zum Bade ein. Vom Schlachthaus kam man in die alte Scheune. Hier war die Luft mit viel Staub angereichert, der aber nebelartig zur Seite wich, wenn man langsam hindurchging. Der „Untote“ mit der laufenden Kettensäge, der plötzlich vor einem Stand, beschleunigte die Schrittgeschwindigkeit erheblich, bis man wieder draußen war. Kalter Wind, in Verbindung mit leichtem Nieselregen, ließ sogar die etwa 15 „Untoten“ im Gelände erschauern oder Schutz im geöffneten Sarg suchen.

Gruseln ist nur schön, wenn man es warm hat und dabei bequem sitzen kann, so schienen viele zu denken und begaben sich direkt in das fast gemütlich geheizte Zelt. Mit Spannung erwartet, startete die Vorstellung. Moderatorin und Sängerin Christina Gogolin begrüßte die Gäste wortreich und im schrillen Outfit. Ihr Vorbild scheint Königin Elisabeth von England zu sein, nicht in Bezug auf die Wortwahl, aber das Design ihrer Kopfbedeckungen schlug das der Queen um Längen.

Bilder: Halloween-Nacht an der Thomashütte

Die artistischen Darbietungen wurden fulminant eröffnet von den „African“, eine Truppe, die ihre Kraft und Geschicklichkeit beim Klettern und Turnen an der Stange unter Beweis stellte. Nicht weniger beeindruckend die Darbietungen mit Ringen. Zunächst schwang Katja Sazonova reizvoll ihre Hüften und bewegte dabei eine zunehmende Zahl von Hula-Hoop- Ringen. Arme und Beine blieben auch nicht untätig und versetzten einige Ringe in kreisende Bewegungen. Sazonova blieb, aber eine andere, mit Vornamen Alexandra, erschien. Ihr diente lediglich ein Ring zur Darbietung ihrer Künste, allerdings hoch in der Luft unter dem Zeltdach. Zwischendurch ließ Christina Gogolin ihren Vogel durch die Arena wandern. Ja, wandern, denn der Vogel saß in einem Käfig, der die Spitze ihrer Hutkreation zierte. Der dabei produzierte Gesang war nicht der einer Lerche, dafür erhielt sie aber vom Publikum ob seiner Güte erheblich mehr Beifall, als es der echte Vogelgesang heute bekommen würde.

Casting für die Halloween-Nights auf der Thomashütte

Gelegenheit dazu gibt es noch von kommenden Mittwoch an bis zum 4. November, täglich ab 18 Uhr (Gruselparcours), Showbeginn im Zelt jeweils um 20 Uhr). Tickets gibt's im hier.

Unglaubliche Wassermengen, aus dem Mund hervorgeschleudert, reichten dem „Wassermann“ von der kleinen Waschung bis zur Ganzkörperdusche. Danach füllte er mit Hilfe zweier großer Flaschen mit Mineralwasser seine „Vorräte“ wieder auf. Irgendetwas schien aber nicht zustimmen, vielleicht hat das Wasser nicht geschmeckt, denn er spuckte es aus großer Entfernung treffsicher wieder zurück in die Flaschen. Damit eventuell aufgekommener Durst gestillt werden konnte, gab es eine Pause, die so manch ein Besucher zum Schnappschuss mit den gruselig, aber fantasievoll verkleideten und geschminkten anwesenden Horrorfiguren nutzte. Nach der Pause gab es Spitzentanz mit Jonglage (Elena Gambi) und weitere Attraktionen. Höhepunkt war unzweifelhaft die Akrobatik mit Motorrädern in der Stahlkugel. Die Begeisterung für die Show überschlug sich ebenso wie die drei Motorräder, die gleichzeitig durch den eisernen Käfig flitzten. Beim abschließenden Beifall gab es noch eine Anmerkung von Veranstalter und Mitfahrer bei dem Motorradlauf, Alex Ramin: „Wenn es Euch gefallen hat, müsst Ihr wiederkommen“.

„Halloween Nights“ an der Thomashütte

Quelle: op-online.de

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