Ausrichter wollen noch mehr auffahren

Halloween Nights an der Thomashütte: Das Grauen geht weiter

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Arg gebeutelt sieht sich Thomashütten-Pächter Alex Ramien (Mitte) im Vorfeld von Halloween. Nicht nur von Monstern und Horrorclowns.

Eppertshausen - Was vor einem Jahr „grausamst“ einen Tag vor der Premiere zunächst ab- und danach schon totgesagt wurde, feiert bald wieder fröhliche Urständ’: Halloween auf der Thomashütte. Sechs Tage lang sollen sich die Fans der Horrornacht vom 27. Oktober bis 4. November an der Erlebnisgastronomie im Wald zwischen Eppertshausen und Messel schaudern dürfen. Von Thomas Meier 

Internationale Stars aus Las Vegas werden zum Spektakel eingeflogen, das im Vorjahr von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises (UNB) in Ermangelung einer naturschutzrechtlichen Genehmigung abgesagt wurde. Wie Thomashütten-Betreiber Alex Ramien gestern versicherte, seien in diesem Jahr alle Anträge rechtzeitig an die Behörden verschickt worden, im vergangenen Jahr monierte die UNB, es habe „kein gültiger Antrag“, sondern nur „ein handschriftlich ausgefüllter mit Unterschrift des Veranstalters“ vorgelegen, „der so keine Gültigkeit hat“. Die Genehmigung der Naturschützer ist indes besonders wichtig, weil die Thomashütte außerhalb der Bebauung in schönster Natur liegt.

Wenn die Vampirlady in der Manege vom Trapez herab schreit, ist Halloween im Thomashütten-Zirkuszelt.

Schnee von gestern für Alex Ramien und seine neue Horrortruppe. „Wir haben zwischenzeitlich alle unsere Veranstaltungen, wie beispielsweise das US-Car-Treffen oder die Mustang-Schau genehmigt bekommen, wir gehen auch jetzt davon aus, das es keine Probleme geben wird.“ Es sollte so sein, denn im vergangenen Jahr wurden durch die kurzfristige Absage mal eben 25.000 Euro in den Thomashütten-Sand gesetzt, nicht eingerechnet die vielen Vor- und Eigenleistungen des Veranstalters. Soviel kostete es allein, eingegangene Verbindlichkeiten abzulösen.

„Wir haben lange überlegt, ob wir überhaupt noch mal die Horrorschau inszenieren. Aber wir haben so viel Zustimmung bekommen, so viele wandten sich an uns und sagten, macht weiter. Nicht nur von der Absage enttäuschte Gäste meldeten sich, auch die Künstler und Erschrecker wollten eine Fortführung“, sagt Ramien. Außerdem stehe die Thomashütte im Wort: „Wir haben den Käufern von Karten im vergangenen Jahr nicht nur die Ticketpreise erstattet oder freien Eintritt für eine nächste Show geboten. Wir vergaben auch Verzehrbons und Gutscheine. Wir sind zumindest diese Halloween-Show 2017 unserem Publikum schuldig.“

Casting für die Halloween-Nights auf der Thomashütte

Und so wird aufgefahren, was des Gruselns gebietet. Aufwändiger als die drei Shows zuvor will man die sechs Abende gestalten, erklären die Veranstalter. Ramien hat sich als Regisseur Verstärkung hinzugeholt, der Artist und Fahrer in der Todeskugel hat sich mit Massimiliano Sblattero einen Drahtseilartisten mit Erfahrung bei Universal Circus Renz, GOP-Varietes oder Roncalli und Organisationsgeschick an die Seite geholt.

Der neue Ablauf wird dem Erfolgsmodell des Hüttengruselns der Thomashütte ähnlich gestaltet. Die Besucher können (müssen aber nicht) nach Ankunft an der Thomashütte zunächst durch den Gruselparcours, in dem sich rund 30 schauerliche Gestalten quer durchs Land des Grauens bewegen. Der Hexenkessel mündet in Schlachthaus und Horror-Scheuer, durch die man in den Hof der Thomashütte gelangt. Weiter geht es in zwei (beheizten) Zirkuszelten. Einem Empfangsbereich mit „der Gastronomie aus der Teufelsküche“ und Cocktailstand, in dem schräge Kellnermonster das Sagen haben werden, schließt sich das mit neuem Interieur versehene eigentliche Zirkuszelt für die Varieté- und Artistenshow an.

Bilder: Höllische Show an der Thomashütte zu Halloween

„Sound- und Lichtdesigner werden für eine unglaubliche Atmosphäre auf unserem weitläufigen Areal sorgen“, verspricht Ramien. Und: Man habe die besten Künstler aus aller Welt engagiert, „allesamt Ausnahmetalente ihres Fachs“. Absoluter Höhepunkt soll das Todesrad aus Las Vegas werden. Die Artisten dieser Nummer reisen eigens für das Sechs-Tage-Engagement nach Eppertshausen.

Auch nach der Show soll noch nicht sogleich Schluss sein, erzählen die Schauder-Show-Macher. Beispielsweise werde es ein „Meet-and-Greet“ mit den Monstern geben, Artisten stehen zum Gespräch bereit, Backstage-Rundgänge sollen möglich sein und mehr. Vom 27. Oktober bis 4. November sind Gruselparcours und Abendkasse täglich ab 18 Uhr geöffnet. Showbeginn ist 20 Uhr, Sonntag, Montag und Dienstag gibt es keine Vorführung. Der Eintritt kostet zwischen 15 und 30 Euro, Kinder zahlen die Hälfte. Tickets gibt es unter www.halloween-nights.de.

„Halloween Nights“ an der Thomashütte

Quelle: op-online.de

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