Haushaltsplan für das kommende Jahr vorgestellt

Nicht auf Kredite angewiesen

Eppertshausen - An sich sind es keine Überraschungen, die bei der Sitzung der Gemeindevertretung am Mittwochabend zutage gefördert wurden. Dort brachte Bürgermeister Carsten Helfmann den Haushaltsplan fürs kommende Jahr ein. Von Corinna Hiss 

Als gute Bilanz kann festgehalten werden, dass auch 2014 keine Kassenkredite oder Investitionskredite beansprucht werden. Damit ist Eppertshausen eine der wenigen Gemeinden, die genehmigungsfrei bleiben. Dennoch bleibt der Haushalt weiter im Minus – erst 2017 kann mit einem ausgeglichenen Haushalt gerechnet werden. Insgesamt 9,3 Millionen Euro wurden dieses Jahr erwirtschaftet. Dem stehen 9,6 Millionen Ausgaben gegenüber, sodass es zu einem Defizit von rund 300.000 Euro kommt. Im Vergleich zum Vorjahr (2012), bei dem das Defizit 150.000 Euro betrug, hat sich dieser Betrag deutlich erhöht.

Positiv merkte Bürgermeister Casten Helfmann an, dass die Gemeinde in den letzten Jahren einen Zuwachs an Einnahmen durch die Gewerbesteuer verbuchen kann. Diese wurden gerade durch die aktive Ansiedlungspolitik im Park 45 gesteigert. 2014 plant die Gemeinde daher mit Einnahmen von 1,75 Millionen Euro. „Mit dem deutlichen Zuwachs aus den letzten Jahren haben wir die Möglichkeit, viele freiwillige Leistungen anzubieten, die bei anderen Kommunen schon lange nicht mehr möglich sind“, begrüßt Helfmann die Einnahmen. Nach vorläufigen Berechnungen verfügt Eppertshausen bis zum 31. Dezember 2014 über Rücklagen in Höhe von 2,8 Millionen Euro, weshalb ein Haushaltskonsolidierungskonzept bislang nicht nötig ist. Dennoch führt Helfmann an, dass ein ausgeglichener Haushalt im Moment noch nicht möglich sei.

Grund dafür ist, dass die Gemeinde rund 300.000 Euro weniger Schlüsselzuweisungen erhalte, auf der anderen Seite aber rund 300.000 Euro mehr an Kreis- und Schulumlage abführen müsse. Dazu komme noch die weitere Haushaltsbelastung durch das eingeführte Recht auf einen U3-Platz in der Kita und die damit verbundenen Mehrbelastungen, die auch trotz erhöhter Betreuungsgebühren nicht gedeckt werden können. Trotz roter Zahlen will die Gemeinde Eppertshausen im kommenden Jahr rund 1,7 Millionen Euro investieren, der Hauptanteil geht dabei an die Erneuerung der Schulstraße mitsamt Kanalaustausch.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung der Sitzung war der neue Abschluss eines Trägervertrages mit der katholischen Kirche, nachdem der alte im Juli gekündigt worden war. Der Grund: durch die Neueröffnung einer weiteren Kindergartengruppe soll der Hort bald aus der Kita St. Sebastian in die Stephan-Gruber-Schule verlagert werden. Nach längeren Verhandlungen wurden nun neue Vertragsentwürfe ausgehandelt. Demnach ist die katholische Kirchengemeinde nicht an der Finanzierung des ausgelagerten Hortes beteiligt, bezuschusst aber die Kita mit einer jährlichen Pauschale von 72.000 Euro. Im Gegenzug dazu steuert die Gemeinde 4000 Euro pro Jahr für die Finanzierung einer Bürokraft in der Kirchengemeinde bei.

Quelle: op-online.de

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