Hausmeister Erwin hat das Hallen-Regiment

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Schon die Kleinsten hatten mit dem GKV Lotus ihren großen Auftritt.

Eppertshausen - Seit Dezember hatten Yvonne Seib und Melanie Hartig von der Gemeindeverwaltung zu tun, um ihn auf die Beine zu stellen, und am Samstagabend war es soweit: Der Abend der Vereine wurde in der neuen Bürgerhalle abgehalten und bildete den Abschluss des Reigens der offiziellen Eröffnungsfeierlichkeiten. Von Jasmin Frank

„Ursprünglich hatten wir in Erwägung gezogen, die Vereine in die eigentliche Eröffnungsveranstaltung einzubinden, doch das hätte den Rahmen gesprengt, deshalb hatten wir uns entschlossen, einen Abend nur für Vereine zu initiieren“, so die Organisatoren. Das Konzept zeigte Erfolg, ein abwechslungsreiches Programm war zusammengetragen worden, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei war.

Ein Highlight war die witzige Moderation von Lutz Murmann alias Hausmeister Erwin, der schrullig und grantig einen Gag nach dem anderen riss und damit für gute Stimmung bis in die späten Abendstunden hinein sorgte. Das Publikum hatte auf alle Hinweise und Fragen mit „Jawohl Herr Hausmeister“ zu antworten, was auch brav befolgt wurde.

Alarmanlage sorgt für Heiterkeit

Gleich zu Beginn begrüßte er die etwa 500 Gäste in „seiner“ guten Stube und wies sie auf die dortigen Regeln hin. „Ich habe hier einen Zettel, auf dem steht, was ihr hier drinnen alles dürft“, kalauerte Murmann und zeigte ein kleines Blättchen vor, bevor er einen riesigen Bogen Papier ausbreitete und hinzufügte: „Und hier steht drauf, was ihr alles nicht dürft!“ Stets sorge er für Ordnung, auch bei den Falschparkern um die Halle herum, erst vergangenes Wochenende sei ein Auto gar direkt bis vor den Eingang der Halle gefahren. „Ich hab’ gleich gesehen, dass mit dem etwas nicht stimmt, es waren gleich drei Polizeiautos hinter ihm her. Als ich den guten Mann darauf hingewiesen habe, dass er dort nicht parken könne, meinte er, er sei der Hessische Ministerpräsident. Darauf habe ich ihm gesagt: ‚Ganz ruhig, guter Mann, ich bin der Kaiser von China’!“

Neben dem Hausmeister sorgte auch die Alarmanlage an den Notausgängen im Großen Saal für Heiterkeit, da sie mehrfach am Abend ausgelöst und nur mit einem Spezialschlüssel wieder gestoppt werden konnte.

Die Eppertshäuser Vereine selbst zeigten ihr Können in allen vertretenen Sparten: Das Mandolinenorchester des Odenwaldklubs sorgte gemeinsam mit Solisten Katja Berker ebenso wie die Gesangvereine „Liederkranz Frohsinn“ und „Germania“ für einen hochwertigen Musikgenuss, dem auch der Kirchenchor Sankt Valentin und der Chor Sankt Sebastian in nichts nachstanden.

Tanzgruppe „Fairit“ des Tischtennisclubs zeigt ihr Können

Sportliche Bestleistungen zeigten der Gesundheits- und Kampfsportverein Lotus mit einer Karatevorführung schon der kleinsten Aktiven sowie der Turn- und Athletikverein mit den furiosen Turndarbietungen. Die großen Turner brachen gar als Affenhorde über die Zuschauer herein und verteilten Bananen an das überraschte Publikum, bevor auf der Bühne Saltos gedreht wurden.

Auch Geld floss an dem Abend: Norbert Anton, Vorsitzender des Eppertshäuser Odenwaldklubs, überreichte Bürgermeister Carsten Helfmann einen Scheck über 625 Euro zugunsten des Eppertshäuser Sozialfonds aus dem Erlös des Benefizkonzerts des Mandolinenorchesters. Zudem hatte Jugendpfleger Dennis Rühl Sparschweine im Foyer der Halle aufgestellt, in die Spenden für die Einrichtung des neuen Jugendraums geworfen werden konnten.

Die Tanzgruppe „Fairit“ des Tischtennisclubs zeigte ihr Können, und fastnachtliche Stimmung kam bei den Gardemädchen des FVCA Eppertshausen auf, zudem erklärte dessen Vorsitzender Willi Trux nicht ohne Stolz, dass er die erste Büttenrede in der neuen Bürgerhalle halte.

Den Abschluss des vielseitigen Abends gestaltete die Gruppe Saytensprung, die ebenfalls die anstehende Fastnacht heraufbeschwor und das Lied vom Eppertshäuser Settche zum Besten gab, dem sich der Chor der Zuschauer gerne mit anschloss.

Quelle: op-online.de

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