Hilfe beim Waldbrand

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Marius Murmann, Konstantin Papadopoulos (Freiwillige Feuerwehr von Neos Voutzas), Botschafter Hans-Peter Hofmann, Giannis Damianoglou (Freiwillige Feuerwehr Neos Voutzas) und Matthias Gruber (von links).

Eppertshausen ‐ In Griechenland wüteten die ersten Waldbrände dieses Sommers. Besonders Kalamos, etwa 45 Kilometer nordöstlich von Athen, war betroffen – Bewohner eines Dorfes mussten sogar in Sicherheit gebracht werden. Doch was diese Großfeuer mit Eppertshausen zu tun? Von Jasmin Frank

Eine ganze Menge, fahren doch seit einigen Jahren die Brandschützer der Gemeinde in den von der Wirtschaftskrise gebeutelten Staat und unterstützen ihre dortigen Kollegen im Städtchen Neos Voutzas.

„Dort wurde von einem Österreicher die einzige Freiwillige Feuerwehr des Landes aufgebaut“, erzählt Marius Murmann, der seit drei Jahren dabei ist. „Die Freiwillige Feuerwehr von Neos Voutzas ist die einzige in der Gegend, bei der ein Mitglied zum Rettungssanitäter ausgebildet ist, deshalb wird sie bei Unfällen immer mit alarmiert. Bei den griechischen Berufsfeuerwehren haben die meisten noch nicht einmal einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert“, schildert er die häufig dramatische Situation.

Versuchen, die Glutnester zu vernichten

Durch Spenden und viel Eigeninitiative ist die vorbildliche kleine Einheit nun auch besser ausgestattet als die Profis, so verfügen sie über etwa 15 Kettensägen, während die Kollegen, die in der Regel für einen Bereich von etwa 100 Kilometern zuständig sind, nur drei Geräte im Einsatz haben.

Gerade bei Waldbränden werden diese Werkzeuge aber besonders dringend benötigt. „Als wir in Kalamos waren, kamen etwa zehn Löschfahrzeuge mit je drei Mann Besatzung. Und dann kamen noch zwei Reisebusse mit sogenannten Bodentruppen, die überhaupt nicht zum Löschen da waren, sondern nur mit Hacken versuchten, die Glutnester zu vernichten“, erzählt er verwundert.

„Ich bin unheimlich gerne als Feuerwehrmann in anderen Ländern unterwegs. Im Flugzeug haben wir einen Kollegen aus den Vereinigten Staaten kennengelernt, der uns zu sich nach Chicago eingeladen hat. Außerdem möchte ich einmal wie unser Kamerad aus Rödermark nach Abu Dhabi reisen und dort mithelfen“, erzählt Marius und hofft, so seinem Traumberuf wieder ein Stückchen näher zu kommen.

Quelle: op-online.de

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