400 Stunden für die Chronik 2013

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Günter Maier (links, hier mit Gemeindevertreter Thorsten Schrod) präsentierte in der Bürgerhalle seine Jahreschronik 2013. - Foto: jd

Eppertshausen - Hobbyfilmer Günter Maier präsentiert vor 100 Zuschauern seinen Film zum vergangenen Jahr in Eppertshausen. Die Gemeinde bekommt einen neuen Imagefilm. Von Jens Dörr

Wer hin und wieder eine Veranstaltung in Eppertshausen besucht, kennt ihn - zumindest vom Sehen: Denn einerseits ist Günter Maier groß gewachsen, mit schlanker Figur und weißem Haar von angenehmem, auffälligem Äußeren. Andererseits, und das taugt als Merkmal ebenfalls ganz zuverlässig, steht er meist hinter einer Kamera: Der Eppertshäuser hält sich als ambitionierter Hobbyfilmer auch im Ruhestand auf Trab und das Geschehen in seiner Gemeinde fest. Am Sonntag präsentierte er seine inzwischen sechste Jahreschronik im kleinen Saal der Bürgerhalle. Zwei Stunden lang verfolgten die 100 Zuschauer im Zeitraffer, was sich 2013 in Eppertshausen abgespielt hat.

Erneut setzte Maier dabei einen inhaltlichen Schwerpunkt - diesmal zum Thema „Arbeiten in Eppertshausen“. 17 Minuten widmete er diesem Komplex, gab hier unter anderem Einblicke in große ortsansässige Unternehmen wie Tupperware, Habasit und AC-Motoren.

„Ich bin überall auf offene Türen gestoßen und habe selbst viel Neues sehen dürfen“, freute sich Maier am Sonntag. Oft standen ihm die Geschäftsführer persönlich Rede und Antwort. Wichtiger Unterstützer sei beim aktuellen Rückblick Volker Murmann gewesen, der unter anderem als Kontaktmann zu den Betrieben fungierte. Murmann ist in der Jahreschronik 2013 selbst als Sprecher zu hören, überwiegend indes bespricht Tanja Maier, die Tochter Günter Maiers, die Sequenzen.

Mit Mut zur Lücke

Indem er den Schwerpunkt setzte, aber nicht ausufern ließ, schaffte sich Maier aufs Neue genügend Freiraum, um fast alle öffentlichen Veranstaltungen aus 2013 in Eppertshausen mit ins Boot zu nehmen. Das reichte von der Gewerbemeile bis hin zu den Podiumsdiskussionen der Kolpingfamilie vor den Bundestags- und Landtagswahlen.

119 Termine nahm Maier meist persönlich, selten vertreten etwa von Schwiegersohn Horst Maier vergangenes Jahr wahr. „Der September war mit 19 Terminen der Rekordmonat“, blickte er zurück. Bei allem Einsatz in der Freizeit lasse sich eins derweil nie ausschließen: „Es flutscht auch mal ein Termin durch.“

Dennoch: Auch mit dem Mut zur Lücke - auf recht spezifische Jahreshauptversammlungen von Vereinen verzichtete Maier beispielsweise - steckte der Eppertshäuser mit Filmen und Bearbeiten des Materials wieder mehr als 400 Stunden Aufwand in sein Werk. Das ist auf DVD zum Preis von zehn Euro ab sofort im Rathaus zu erhalten.

Stichwort Rathaus: Die Gemeinde hat bei Günter Maier inzwischen ein kürzeres, aber nicht minder herausforderndes Produkt bestellt. Maier soll bis Ende des Jahres einen neuen Imagefilm kreieren. In „sechs bis zehn Minuten“ wolle er die Vorzüge Eppertshausens packen.

Quelle: op-online.de

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