Jazzfrühschoppen und Flohmarkt wandern ab

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Wer nimmt mich mit? Diese Frage scheint sich dieser kleine Engel zu stellen, denn viele potenzielle Käufer gab es nicht.

Eppertshausen (jas) - Jazzmusik vom Feinsten boten am Sonntag die Eppertshäuser Sozialdemokraten mit der Darmstädter Band En Haufe Leit, die nicht zum ersten Mal auf dem Franz-Gruber-Platz für gute Stimmung sorgte.

„Aber vielleicht zum letzten Mal“, führte der örtliche SPD-Vorsitzende Manfred Hechler in seiner Begrüßung an und erläuterte: „Im nächsten Jahr werden wir unseren Frühschoppen im Bereich der neuen Bürgerhalle abhalten, dort sind wir vor schlechtem Wetter geschützt und haben auch mehr Platz für unseren Flohmarkt. “.

Für letztere Aussage erntete er viele Lacher, denn es waren nur wenige Stände auf dem Areal vor dem Rathaus aufgebaut worden. „Ich bin seit vielen Jahren in Eppertshausen mit einem Stand vertreten und weiß, dass hier früher wirklich sehr viele Anbieter waren. Doch der Flohmarkt wird einfach zu wenig bekannt gemacht“, bemängelte Marie Ehrenreich aus Messel. Das solle sich mit dem neuen Standort ändern, informierte Hechler: „Wir wollen den Flohmarkt wieder richtig aufleben lassen und viel Werbung dafür machen, damit – wie früher – richtig schön gestöbert und gefeilscht werden kann.“

Für echte Flohmarktfreunde gab es vieles zu entdecken

Zu einem Bummel über den Trödelmarkt waren auch Landrat Klaus Peter Schellhaas, die Landtagsabgeordnete Heike Hoffmann und Andreas Larem, Bürgermeister von Messel gekommen. Zudem gaben sich die Kollegen der hiesigen CDU ein Stelldichein, und so war auch Bürgermeister Carsten Helfmann zugegen.

Zur Kundschaft zählten die politischen Ehrengäste jedoch kaum, wie Alisia und Jan Klöckner berichten: „Bei uns kaufen vor allem ältere Leute etwas für ihre Enkelkinder ein, denn wir haben hauptsächlich Kinderbücher im Angebot. Auch die Jungen und Mädchen selbst kommen und stöbern in unseren Kisten.“ Für echte Flohmarktfreunde gab es immerhin Einiges zu entdecken: Von Geschirr über Kleidung, von Spielzeug bis zum Golfschläger gab es alles, was das Herz begehrt, sogar einige kleine Engel warteten darauf, ein neues Zuhause zu finden.

Flohmarkt zieht nächstes Jahr an die neue Bürgerhalle

Ganz ohne Bedenken wurde die Ankündigung, dass der Jazzfrühschoppen samt Flohmarkt im kommenden Jahr an die neue Bürgerhalle zieht, derweil nicht aufgenommen. Was wird aus dem Franz-Gruber-Platz, wenn solche kleinen Veranstaltungen nun zunehmend zur Bürgerhalle abwandern? SPD-Chef Manfred Hechler befürchtet keine ernsten Konsequenzen. „Ich glaube, hier wird noch genug stattfinden, vor allem große Feste, die ein Zelt benötigen, werden nach wie vor auf dem Platz ausgerichtet.“ Zudem hoffe man, so Hechler, dass im kommenden Jahr mehr Stände vorhanden sein werden, so dass sich der Flohmarkt bis zum Franz-Gruber-Platz erstrecken könnte.

Quelle: op-online.de

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