Für Jugend ohne Grenzen

+
Im JUZ kennt er sich schon gut aus und kann beim Kicker-Spiel Eppertshausen gegen Münster gut mithelfen - der neue interkommunale Sozialpädagoge Dennis Rühl (rechts) mit seinen beiden Chefs, Bürgermeister Helfmann und Bürgermeister Blank, sowie der Münsterer Personalverantwortlichen Nicole Uhrich.

Münster/Eppertshausen ‐ Münster und Eppertshausen rücken noch ein kleines Stückchen enger zusammen – nicht nur die Wirtschaftsförderung, das Standesamt und die Bauschuttdeponie werden interkommunal genutzt, nun gibt es auch einen Sozialpädagogen, der die Jugendlichen aus beiden Gemeinden betreut. Von Jasmin Frank

„Zunächst läuft die Kooperation für ein Jahr, nach sechs Monaten werden wir uns jedoch bereits zusammensetzen, um die Vor- und Nachteile zu prüfen“, informierte bei der offiziellen Vorstellung des Neuzugangs Eppertshausens Bürgermeister Carsten Helfmann. Aufgekommen war die Idee, die Jugendarbeit vorübergehend in eine Hand zu legen, weil in beiden Kommunen jeweils eine Mitarbeiterin des Ressorts in den Mutterschutz gegangen war. So wurden zwei Teilzeitstellen frei, die wegen der flexiblen Einsatzzeiten schwer zu besetzen gewesen wären.

„Wichtig war vor allen Dingen, dass keine höheren Kosten entstehen und das ist absolut gewährleistet. Es gibt sogar Synergieeffekte, denn zu Fortbildungen oder Veranstaltungen des Landkreises reisen nun nicht mehr zwei Fachkräfte an, sondern Dennis Rühl vertritt beide Kommunen“, erklärt Bürgermeister Walter Blank, der darauf hinweist, dass es kein Konkurrenzdenken bei den Einsatzzeiten des Sozialpädagogen gibt.

Die Hauptaufgaben des neuen Mitarbeiters, der bislang auf Kreisebene im Vogelsberg tätig war, sind die Organisation und Durchführung der Ferienangebote sowie die Betreuung des Jugendzentrums ins Münster und des Jugendcontainers in Eppertshausen. „Ich bin nun seit Anfang Februar im Einsatz und es macht mir sehr viel Spaß. Vor allem sehe ich, dass die Jugendlichen ohnehin schon über die Gemeindegrenzen hinweg etwas miteinander unternehmen, so besuchen beispielsweise auch Eppertshäuser Kinder nach der Schule ihre Freunde in Münster und gehen dann gemeinsam ins dortige JUZ“, so Rühl.

Das Münsterer JUZ steht den Jugendlichen immer dienstags von 15 bis 18.30 Uhr, donnerstags von 18 bis 22 Uhr und samstags von 19 bis 22 Uhr zur Verfügung.

In Münster ist auch ein Treffpunkt nur für Mädchen geplant, der am 13. März starten soll: Ein Mädchencafé immer mittwochs soll die Hemmschwelle senken und steht ebenfalls Kindern aus beiden Kommunen offen. „Wir haben ja zusätzlich zu mir und meiner Kollegin Carina Fleckenstein noch einen Pool an Honorarkräften, die immer wieder bei verschiedenen Projekten mithelfen. So sind immer genügend Personen vor Ort, die mit den Kindern arbeiten und spielen können“, erklärt der Sozialpädagoge.

Im Münsterer JUZ haben die Jugendlichen unter anderem die Möglichkeit, ihre Hausaufgaben am Computer zu erledigen oder im Internet zu recherchieren, in Eppertshausen lockt eine kleine Fahrradwerkstatt vor allen Dingen Jungen an, die dort auch schon mal Modellautos repariert haben. Geöffnet ist der Eppertshäuser Jugendcontainer immer mittwochs und freitags, für Kinder unter 14 Jahren von 16 bis 18 Uhr, für ältere von 18 bis 20 Uhr.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare