Kerb soll sich im Bewusstsein verankern

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Die aktuellen Kerbborsche und Kerbmädchen Eppertshausens: Nach gelungenen Wiederbelebungsversuchen im Vorjahr kamen jetzt gut 30 junge Erwachsene zusammen, um den Brauch am ersten Oktoberwochenende kräftig zu feiern.

Eppertshausen ‐ Die Tradition der Kerbborsche und Kerbmädchen in Eppertshausen - sie schien völlig eingeschlafen zu sein. Doch erste Reanimationsversuche im vergangenen Jahr zeigten vielversprechende Erfolge. Von Jasmin Frank

Nun haben sich wiederum gut 30 junge Erwachsene zusammengefunden, um die Kirchweih am ersten Oktoberwochenende weiterleben zu lassen. Die Bemühungen von Gemeinde und Kirche, dieses schöne Brauchtum am Leben zu erhalten, fruchten. Doch soll sich das Fest noch stärker im Bewusstsein der Bevölkerung verankern.

„Wir planen schon seit April unsere Aktionen, denn wir haben ja auch einige Aufgaben auf dem Fest zu bewerkstelligen“, berichtet Oberkerbborsch Tim Petersen. Die Jugendlichen sind vor allem für die Warm-Up Party Freitagabend nach dem Aufstellen des Kerbbaums um 17 Uhr vor dem Rathaus zuständig.

Eine weitere Tradition ist in Eppertshausen das Amt des Kerbvaters, der am Samstag in Aktion tritt. Um 17.30 Uhr beginnt der Umzug an der katholischen Kirche und führt die 16 Wagen durch den Ort bis zum Rathaus. Dort wird die Kerbpuppe am Festbaum angebracht, danach geht es in die Mehrzweckhalle, wo der neue Kerbvater, Michael Schledt, den Kerbspruch zum Besten geben wird.

Der restliche Samstag wird feiernd in der Mehrzweckhalle verbracht. Dabei warten neben einer heißen Kartoffelsuppe auch kühle Cocktails auf die Besucher. „Wir haben natürlich auch einen Vergnügungspark für die Kinder. Weil am Franz-Gruber-Platz ja die neue Bürgerhalle gebaut wird, muss der Platz auf dem Schulparkplatz ausreichen“, informiert Ehrenkerbborsch Carsten Helfmann.

Quelle: op-online.de

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