Aber: Schröder bleibt „Kerbmudder“

Kerbverein: Es fehlt an einer Führungsfigur

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Katharina Schröder macht nochmals die Kerbmudder.

Eppertshausen - Im Dezember berichteten wir über den Versuch, in Eppertshausen einen Kerbverein zu gründen. Inzwischen ist ein halbes Jahr vergangen, doch zur Gründung ist es noch nicht gekommen.

Ende September feiert die Gemeinde ihre Kerb erneut – womöglich einmal mehr in der bisherigen Organisationsstruktur.

Ende 2017 hatte es nach ersten Vorgesprächen eine viel versprechende Runde im Rathaus gegeben, an der 26 Interessierte teilgenommen hatten. Zwar tauchte dabei auch eine gewisse Portion Skepsis auf, ob die zuletzt merklich wiederbelebte Eppertshäuser Kerb einen eigenen Verein brauche. Vor allem die Frage, ob sich noch genügend Helfer fänden, wenn die an den Ständen von Kerbjahrgang sowie Ortsvereinen erzielten Überschüsse nicht wie bisher direkt in die Kerbbelange investiert würden, sondern zunächst an den Kerbverein flössen, hatte einige Vereinsvertreter umgetrieben. „Der Tenor lautet aber weiter, dass es sinnvoll wäre, einen Kerbverein zu gründen“, sagt Carsten Helfmann.

Der Eppertshäuser Bürgermeister erklärt auch, er habe die Gründungspläne „zu meiner persönlichen Sache gemacht. Das ist mein Baby.“ Trotz des Einsatzes des Rathaus-Chefs krankt das Vorhaben momentan noch an einem Punkt: „Es fehlt jemand, der seinen Hut für die Position des Ersten Vorsitzenden in den Ring wirft.“

Strahlende Besucher auf der Kerb in Eppertshausen: Bilder

Eine solche Person sei noch nicht gefunden, obgleich sich für andere Aufgaben im Kerbverein eine Reihe von Eppertshäusern bereits erklärt hätten. „Wir hätten im Grunde alle Ämter bis auf das des Vorsitzenden besetzt“, so Helfmann. Der Frontmann fehle aber noch. Auf eine bestimmte Person im Ort werde bei möglichen optimalen Kandidaten immer wieder verwiesen. „Die ist aber anderweitig eingespannt und steht nicht zur Verfügung.“

Bewegung soll der weitere Austausch mit dem aktuellen Kerbjahrgang bringen. Eine Gründung und die Organisation der Kerb 2018 durch den neuen Verein erscheint auch aufgrund des Zeitdrucks und der Sommerferien kaum noch realistisch. Fest steht in positiver Hinsicht hingegen, dass Katharina Schröder auch in diesem als „Kerbmudder“ zur Verfügung steht. Sie hatte 2017 ihr Debüt gefeiert. (jd)

Quelle: op-online.de

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