Ein Urkunde vom Präsidenten

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Bürgermeister Carsten Helfmann freut sich, den frisch gebackenen Zwillingseltern Günter und Petra Enders die Urkunden des Bundespräsidenten zu überreichen.

Eppertshausen ‐ Sieben Kinder zu haben ist etwas Außergewöhnliches, und deshalb wird in einem solchen Fall die Familie besonders ausgezeichnet: Der Bundespräsident selbst übernimmt für das siebte Kind die Ehrenpatenschaft. Von Jasmin Frank

Insgesamt 76 440 davon gibt es in ganz Deutschland und in Eppertshausen ist ein solcher Kinderreichtum eine große Seltenheit, nur zwei Fälle sind der Gemeinde bislang bekannt. „Deshalb ist es für mich eine besondere Ehre, heute gleich zwei EhrenPatenschaftsurkunden überreichen zu dürfen, denn das geehrte siebte Kind ist ein Zwilling, und da wird das Geschwisterchen, sozusagen die Nummer sechs, gleich mit aufgenommen“, freute sich Bürgermeister Carsten Helfmann.

Die glücklichen Eltern, Petra und Günter Enders, empfinden ihre Großfamilie als gar nichts Besonderes, zumal sie ein echtes Patchworkprodukt ist: Petra Enders hat zwei erwachsene Kinder aus erster Ehe und nun fünf mit ihrem jetzigen Mann. Auch der hat eine Tochter mitgebracht, doch die fällt leider nicht in die Zählung des Bundespräsidenten, denn entweder müssen alle von denselben Eltern stammen oder alle von einem Elternteil, ansonsten wäre doch Kind Numero sechs schon an siebter Stelle gestanden.

Die beiden Ende November geborenen Babys Cheyenne und Bruce kümmert der Rummel wenig, sie schlummern während der feierlichen Übergabe der Urkunden und des Geldgeschenks vom Staatsoberhaupt friedlich vor sich hin, doch als Helfmann seine Geschenke, Blumen für die Mutter und Teddybären für die Kinder überreicht, schlägt Bruce die Augen auf und verfolgt das Geschehen, bis er schließlich unwillig zu schreien beginnt. Doch da ist auch schon alles erledigt, und die Familie kann wieder nach Hause gehen.

„Für mich sind meine Kinder überhaupt kein Stressfaktor, auch wenn ich derzeit wenig Schlaf habe. Sie lernen viel voneinander und sind füreinander da, ich finde deshalb viele Kinder nicht nur schön für mich, sondern auch toll für die Geschwister untereinander“, meint die ausgeglichene Mutter und macht damit allen Paaren Mut, die noch in der Planungsphase für weiteren Nachwuchs sind.

Quelle: op-online.de

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