Eppertshausen

Von Kindern und Football

Das Krisenmanagement, wenn es um die Auslagerung von Betreuungsbetrieb geht, ist in Münster mittlerweile gut eingespielt:

Der Wasserrohrbruch im evangelischen Kindergarten zwingt zu (mindestens) drei Monaten Spielen und Tollen im Jugendzentrum an der Gersprenz – Wände und Decken in ihrem alten Zuhause der Racker sind schwer beschädigt, noch weiß niemand, was alles erneuert werden muss. Das Thema Kinderbetreuung scheint ein sensibles zu sein: In Legionsstärke und ruckzuck waren die Verantwortlichen vor Ort, Bürgermeister, Bauamtschefin, Kinder- und Jugend-Abteilungsleiter – alle waren vor Ort, um das Desaster aus der Nähe zu sehen und sich um schnelle Problemlösungen zu bemühen. Doch sich ob Parallelen zu den Ereignissen rund ums Haus der Kinder vermeiden lassen, ist noch nicht sicher – wegen der Beseitigung von Baumängeln war die größte Betreuungseinrichtung im Ort im Sommer 2007 für sechs Wochen geschlossen und die Kleinen zogen ins Jugendzentrum um. An sich kein Problem; nur hatte sich die Gemeinde zuvor 13 lange Jahre mit dem Architekten wegen der Verantwortlichkeiten für die Baumängel gestritten. Auch dieses Mal muss eine Versicherung darüber entscheiden, wie viel und wann bezahlt wird – vorsorglich sind drei Monate Spielen und Tollen im JUZ eingeplant. Hoffentlich reicht das.

Obwohl dem American-Football-Projekt auf europäischer Bühne nicht der erwünschte (wirtschaftliche) Erfolg beschieden war, bereichern nun die Firehawks das Münsterer Sportleben. Eine gute Sache: Der eiförmige Ball samt der behelmten Sportler könnten eine Menge Aufmerksamkeit auf den Ort lenken – beim Spiel gegen die Galaxy-Erben Frankfurt Universe waren allein 400 Gäste-Zuschauer im Gersprenzstadion. Den sportlichen Erfolg steuert sicher das gerade erweiterte Trainerteam bei.

Quelle: op-online.de

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