Kita-Gebühren und das Essen werden teurer

Eppertshausen - Mit einer Anhebung der Kindergartengebühren für die Kita Sonnenschein von zehn Euro reagiert die Gemeindevertretung (gegen die Stimmen der SPD) auf die jüngsten Preissteigerungen auf diesem Sektor. Von Thomas Meier

Sie empfiehlt der katholischen Kirche, ihre Benutzungsgebühren für die Kita St. Sebastian ebenfalls in diesem Umfang anzupassen. Und auch die Preise fürs Mittagessen der betreuten Kita-Besucher werden erhöht, von derzeit noch 2,50 auf drei Euro. Hier fiel der Beschluss am Mittwochabend einmütig.

Vor allem Personalkosten werden angeführt, wenn es um die Gebührenanpassung geht. Und, wie Bürgermeister Carsten Helfmann ausdrücklich betonte: „Eppertshausen ist nicht die einzige Gemeinde, die ihre Gebühren anpassen muss. Im Gegenteil, wir liegen im guten Mittelfeld.“

Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst

Die Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst stiegen zum 1. März um 3,5 Prozent, ab 1. Januar sind jüngstem Tarifabschluss zufolge weitere 1,4 Prozent fällig, und nochmals 1,4 Prozent erhöhen sich hier die Gehälter zum 1. August 2013. Die Verwaltung erstellte eine Berechnung, derzufolge die Personalkosten von derzeit 473.000 Euro bis Ende 2013 auf 503.000 Euro steigen.

Um die 30 000 Euro Mehrkosten über die Elternbeiträge aufzufangen, müsste eine Erhöhung der Betreuungsgebühren bei den derzeit 110 Kindern im „Sonnenschein“ von monatlich 22,58 Euro erfolgen. Die Anhebung von zehn Euro monatlich sei vertretbar, so CDU-Fraktionsvorsitzender Stephan Brockmann, „um die Erhöhung sozial abzufedern.“ Da sie bis 2013 stufenweise erfolge, wäre eine Anhebung der Elternbeiträge um den ermittelten Betrag derzeit nicht gerechtfertigt. Eine generelle Erhöhung werde aber aufgrund der finanziellen Entwicklung nicht vermeidbar sein.

Eine zusätzliche Küchenkraft

In der Kita Sonnenschein werden derzeit 60 Kinder mit einem Mittagessen versorgt. Bis 30. April konnte die Hauswirtschaftskraft von einer Küchenhilfe, die über die Kreisagentur für Beschäftigung als GZA-Maßnahme („gemeinnützige und zusätzliche Arbeit“) angestellt war, unterstützt werden. Diese Maßnahme fiel weg und es ist nun erforderlich, eine zusätzliche Küchenkraft für zwei Stunden täglich einzustellen. Dadurch werden laut Verwaltung Mehrkosten in Höhe von 5850 Euro entstehen, weswegen mit einem Defizit von 7360 Euro zu rechnen sei. Zudem haben sich die Kosten für die Lebensmittel erhöht.

Dem Vorschlag, das Verpflegungsgeld den erhöhten Kosten anzupassen, fand die einstimmige Mehrheit. Auch hier wird der katholischen Kirche empfohlen, das Verpflegungsgeld für die Kita St. Sebastian anzupassen.

Quelle: op-online.de

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