„Klarinetten kann man nie genug haben“

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Kristina Hensel im Kreise ihrer Blockflötengruppe – sie will ein Beginnerorchester aufbauen. Es soll sich aus Kindern aus Ober-Roden und Eppertshausen zusammensetzen.

Eppertshausen - Musik liegt in der Luft, wenn man den Übungsraum von Kristina Hensel in ihrem Eppertshäuser Elternhaus betritt: Gitarre, Geige, Xylophon, Klavier und Querflöte geben sich hier ein Stelldichein. Von Jasmin Frank

Kein Wunder, musiziert doch die Studentin von Kindesbeinen an: „Erst war ich in der musikalischen Früherziehung, mit sechs Jahren habe ich Geige gelernt und ab der dritten Klasse kam die Querflöte dazu“, berichtet sie stolz, wobei sie darauf hinweist, dass die Querflöte schnell ihr Lieblingsinstrument wurde, da sie gut im Orchester einsetzbar war.

Doch nicht nur Spaß an der Musik, sondern auch ein gewisser Ehrgeiz gehört dazu, wenn das Hobby zum Beruf werden soll. Da ihr schon als Schülerin klar war, dass sie einmal Musik auf Lehramt studieren will, hat sie in der Oberstufe noch schnell Klavier gelernt, um die Aufnahmeprüfungen bestehen zu können. Nun lernt sie im Studium auch noch dirigieren, Gesang und Pädagogik, was ihr vor allem als private Musiklehrerin zugute kommt.

Schon jetzt betreut sie Kinder aller Altersgruppen, von musikalischer Früherziehung über die Blockflöte als Einstiegsinstrument bis hin zu Geigen- und Querflötenunterricht. Das alles macht sie an ihrem „Musiktag“, dem Freitag, an dem auch das geplante Beginnerorchester stattfinden soll.

Ihre Vielseitigkeit kommt sicher auch daher, dass in ihrer ganzen Familie gerne musiziert wird: Mutter Karin Keck-Hensel spielt Saxophon, Bruder Alexander hat vor einigen Jahren vom Schlagzeug zum Klavier gewechselt. Nur Vater Karl Hensel hält sich zurück, „er verdient lieber das Geld für die vielen Unterrichtsstunden“, scherzt die Musikerin.

Kristina Hensels Lieblingsinstrument - die Querflöte.

Den größten Anteil an ihrer Freude an der Musik schreibt Kristina Hensel ihrem Engagement im Orchester zu. Vor allem, weil sie im Musikverein Viktoria Ober-Roden ihre musikalische Heimat gefunden hat und dort nun im großen Blasorchester spielt. „Nachdem ich mit der Geige als Kind für mich alleine geübt habe, war es eine tolle Erfahrung, mit der Querflöte mit gleichaltrigen gemeinsam Musik zu machen. Diese Begeisterung möchte ich jetzt anderen Kindern weitergeben“, erklärt sie mit leuchtenden Augen.

Da der Rödermärker Stadtteil aber nicht für alle Eppertshäuser der nächste Weg ist, hat sie sich als stellvertretende Jugendleiterin ihren Heimatort zur Aufgabe gemacht. Deshalb organisiert sie am Sonntag, 6. September, von 15 Uhr bis 17 Uhr im evangelischen Gemeindehaus einen Schnuppernachmittag, an dem interessierte Kinder im Grundschulalter die Instrumente eines Blasorchesters ausprobieren können.

Getestet werden können Tuba, Horn, Trompete, Posaune und Saxophon, aber auch Oboe, Querflöte und Klarinette. Einige Kinder aus ihren Blockflötenkreisen haben sich schon ihre Favoriten ausgesucht, deshalb hat die Orchestergründerin noch ein paar Spezialwünsche offen: „Oboen und Waldhörner könnte ich noch dringend gebrauchen, Klarinetten kann man ja nie genug haben. Aber natürlich sind auch alle anderen Instrumente willkommen.“

Wer sich vorab schon einmal über den Musikverein informieren möchte, kann dies auf der Homepage tun, wer fragen über den Schnuppertag oder das Beginnerorchester hat, kann sich unter Tel:  06071 34673 an Kristina Hensel wenden.

Vorkenntnisse sind für eine Teilnahme übrigens nicht vonnöten. Alle Kinder werden nach den Sommerferien mit dem gleichen Konzept mit Einzelunterricht starten und nach den Herbstferien in das Beginnerorchester übergehen. Dieses soll sich aus Kindern aus Ober-Roden und Eppertshausen zusammensetzen, und Kristina Hensel hofft, dass sich genug angehende Musiker aus Eppertshausen finden, dann könnte das Orchester nämlich immer vor Ort stattfinden.

Kosten für das Orchester entstehen den Eltern nicht, nur ein kleiner Mitgliedsbeitrag an den Musikverein sollte entrichtet werden, dort können auch Instrumente geliehen und Lehrer vermittelt werden. Der Musikunterricht selbst muss wie sonst auch von den Eltern privat getragen werden. 

Quelle: op-online.de

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