Klatschen, tanzen und singen

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Zahlreiche Runden drehten die kleinen und großen Narren beim Faschingsfest. Gemeinsam feierten Menschen mit und ohne Behinderung in der Mehrzweckhalle die fünfte Jahreszeit.

Eppertshausen ‐ Ein besonderes Datum hat Simone Geist vom SPD-Ortsverein verkündet: Schon zum 35. Mal feierten die Sozialdemokraten mit den Gästen der Lebenshilfe Dieburg. Von Jasmin Frank

„Ich selbst organisiere die Fastnachtsfeier zum fünften Mal, da hat sich alles schon gut eingespielt“, erzählt die aktive Eppertshäuserin. „Die Vereine hier vor Ort helfen mit. So baut der FCVA schon am Vortag seine Kinderfastnacht auf und wir dürfen dann alles mitbenutzen. Sogar aus Ober-Roden kommen von der Turnerschaft Fastnachter, die als Clowns mit den Behinderten feiern und tanzen.“ Auch zahlreiche Aufführungen wurden geboten, so tanzten die „Young Spirits“ des TAV ebenso wie die „Tanzmäuse“ des Odenwaldklubs.

Mehr Informationen finden Sie auf der Internetseite der Dieburger Lebenshilfe.

Den Besuchern gefällt‘s: Alle klatschten, tanzten und sangen fröhlich mit. Aus der ganzen Region sind die Menschen mit Behinderung gekommen, berichtet Christine Ortwein-Kartmann, die den Verein leitet: „Da wir keine stationäre Einrichtung sind, nutzen Leute aus den Wohnheimen in Dieburg, Roßdorf, Groß-Umstadt und Jügesheim unsere Angebote. So kommen neben den Behinderten selbst auch Angehörige und Betreuer mit, die ihre Schützlinge vorher liebevoll verkleidet haben.“ Auch Steffen Bücher aus Groß-Umstadt ist mit von der Partie. Er hat einen großen Auftritt vor sich, tanzt er doch in der Jugendgruppe der Lebenshilfe mit. „Ich bin nicht aufgeregt. Wir hatten eine gute Generalprobe, da hat alles geklappt, da wird das heute auch so“, erzählt der junge Mann selbstbewusst.

150 Narren drehten unzählige Polonäsen

Seine Tanzpartnerin freut sich auch schon auf die Vorführung. „Ich bin schon oft aufgetreten, das ist schon normal für mich. Wir haben ein tolles Lied über die Nordseeküste, das macht viel Spaß“, freut sich die Heubacherin Laura Ortmann. So sehr sich die beiden über Fasching freuen, so gibt es doch auch Gäste, die eigentlich gar keine richtigen Karnevalisten sind. „Ich gehe doch nicht auf die langen Umzüge, da stehe ich ja ewig im Kalten“, meint Bärbel Trautmann und tippt sich an die Stirn. „Auch wenn ich aus Dieburg bin, muss ich ja nicht alles mitmachen.“ Da lacht Chefin Ortwein-Kartmann: „Tja, es ist bei unseren Besuchern eben genauso wie bei den Menschen ohne Beeinträchtigung. Die einen sind eingefleischte Faschingsfreunde, die anderen bleiben lieber zu Hause. Aber, dass so eine Feier von der SPD in Eppertshausen überhaupt angeboten wird, ist für uns alle eine große Freude.“

Diejenigen, die heute gekommen sind, haben auf jeden Fall ihren Spaß. Nachdem die Gemeindeverwaltung noch eine beim örtlichen Grenzgang gesammelte Spende übergeben hat, wurde weiter geschunkelt und gefeiert. An die 150 Narren drehten unzählige Polonäsen durch den Raum.

Quelle: op-online.de

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