Mit fast 400 Mitfahrern zugunsten krebskranker Kinder Teilnehmerrekord erzielt

„Kleine Tour“ immer größer

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Bei der „Tour der Hoffnung“ in Eppertshausen trug sich Schirmherrin Petra Behle ins Goldene Buch der Gemeinde ein.

Eppertshausen - (mj) Um kurz nach 9 Uhr ist der Dieburger Markplatz bereits gut gefüllt. „Das dürfte diesmal auf einen Teilnehmer- und Spendenrekord hinauslaufen“, ist sich Organisator Helmut Schelter sicher. Was auffällt, ist die große Zahl an professionellen Rennradfahrern, die unter anderem die Triathlon-Abteilung des TV Groß-Zimmern unterstreichen.

Sie sorgen mit vielen anderen Radrennern dafür, dass die größte Zahl der Anmeldungen für die 100 Kilometer vorliegt. Aus Eppertshausen sind Norbert Anton und Wolfgang Dotterweich gekommen. „Wir fahren die 120 Kilometer“ sagen sie und haben dabei die An- und Rückfahrt in die Nachbargemeinde gleich mit einberechnet. Beide haben schon eine Alpenüberquerung zur italienischen Partnerstadt von Eppertshausen nach Codigoro auf dem Buckel. „Er schläft eigentlich auf dem Rad“, lacht Anton. Auch dieses Jahr geht es für Dotterweich erneut über die Alpen. Mit dem Mountainbike führt der Weg von Oberstdorf zum Lago Maggiore. Die Frage, warum man mitfährt, bringt Anton schnell auf den Punkt: „Zum einen ist man froh, dass man keine kranken Kinder hat, zum anderen tut man was für die gute Sache und auch für die Figur.“ Wie er ergänzt, habe er selbst einen behinderten Neffen. „Dann ist man umso mehr engagiert“, so der Eppertshäuser OWK-Vorsitzende. Im Prinzip könne man es nach seinen Worten nicht hoch genug schätzen, dass man gesunde Kinder und Enkel habe: „Für jeden, der sich noch bewegen kann, müsste das hier fast eine Pflichtveranstaltung sein.“

Bei den Promis freut man sich besonders auf die Tour. Ellen Wessinghage sitzt auf einem älteren Rennrad, was aber trotzdem einen professionellen Eindruck macht. „Das habe ich schon etwas länger, trotzdem ist es eins von den besseren Rädern. Ich muss ja die Berge hochkommen“, sagt sie. Erworben hat sie es von Karl-Heinz Kunde. „Der hat mal eine Etappe bei der Tour de France gewonnen. Das ist der Jahrgang von Rudi Altig“, erklärt Wessinghage. Das Fahrrad hat sie von Klaus-Peter Thaler, ebenfalls einem ehemaligen deutschen Radprofi, für das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring vermittelt bekommen. Auch hier startet sie für die Tour der Hoffnung. Ob sie für Dieburg speziell trainiert hat, verneint die ehemalige Leichtathletin. Im Frühjahr steige man ohnehin hin und wieder auf das Rad, zudem sei sie schon bei einer anderen Veranstaltung in Eschborn gestartet. Die 100-Kilometer-Runde sieht sie als Pflicht: „Wenn es aufs Rad geht, muss sich die Sache auch lohnen“,sagt die Ingelheimerin lachend.

Gelohnt hat sich in diesem Jahr die Dieburger Tour der Hoffnung. Auch wenn der Erlös noch nicht genau feststeht, wurde mit fast 400 Startern ein neuer Teilnehmerrekord (270 im letzten Jahr) aufgestellt.

Eine besondere Ehre wurde den Teilnehmern der „Tour der Hoffnung“ in Eppertshausen zuteil: Sie durften sich ins Goldene Buch der Gemeinde eintragen. Auch Schirmherrin Petra Behle nutzte dazu die Gelegenheit.

Sowohl die 100-Kilometer als auch die 60-Kilometer-Gruppe machten auf ihrem Rundkurs Station in Epperthausen. Dort wurden sie mit Getränken und Häppchen empfangen, die der CDU-Ortsverband sponserte. In Eppertshausen engagiert man sich jedes Jahr in besonderer Weise für die gute Sache: 2008 konnte Bürgermeister Carsten Helfmann den stolzen Betrag von 1168 Euro für krebs- und leukämiekranke Kinder überreichen.

Die Summe, die die Bürger in diesem Jahr gespendet haben, wird noch bekannt gegeben.

Quelle: op-online.de

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