Klinkenputzen für Vereinsarbeit

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Jürgen Schrod spendet gerne, denn er findet sein Geld, das hier von Ann-Kathrin und Paul in Eppertshausen entgegen genommen wird, bei der Jugendsammelwoche gut investiert. Hier werde sinnvoll gehaushaltet.

Eppertshausen - Durch die Straßen gehen, bei fremden Leuten klingeln und nach Geld fragen ist sicherlich keine begehrenswerte Aufgabe. Dennoch finden sich immer wieder Mädchen und Jungen bereit, bei der jährlichen Jugendsammelwoche mitzumachen. Von Jasmin Frank

„Für mich ist das selbstverständlich, denn ich will ja meinem Verein helfen. Wir nutzen dort viele Dinge, da ist es gut, auch etwas dazu beizutragen“, meint Ann-Kathrin. Sie sammelt für den TAV, genauso wie Paul, der sich schon freut: „Wir wollen ein neues Seitpferd anschaffen, das können wir Turner gut gebrauchen.“ Insgesamt sind fünf Eppertshäuser Vereine bis zum Sonntag unterwegs, neben dem Turn- und Athletikverein noch der Odenwaldklub, die Messdiener, der Fußballverein und die Jugendfeuerwehr. Sie alle hoffen darauf, mit Hilfe der Spendengelder die Vereinskassen aufpolstern zu können, um Freizeiten, Anschaffungen und Aktionen stemmen zu können. Doch nicht alle Bürger sind spendabel, nach einer halben Stunde fleißigen Klinkenputzens haben die Kinder des TAV erst gut zehn Euro in der Spardose. „Viele machen nicht auf oder sind nicht zu Hause. Andere sagen, dass sie uns nichts geben wollen, manche sind auch richtig unfreundlich“, erzählt Ann-Kathrin. Trotzdem lassen sie sich nicht abschrecken und machen weiter, jeder Euro kann gut gebraucht werden.

Aber es gibt auch zahlreiche Menschen, die den Kindern gerne etwas beisteuern, wie etwa Jürgen Schrod, der meint: „Ich finde es wichtig, dass die Jugendlichen selbst etwas für die Finanzen ihres Vereins tun, denn so lernen sie, dass nicht alle Angebote selbstverständlich sind. Zudem gebe ich gerne etwas dazu, denn ich weiß, dass mit dem Geld sinnvoll gewirtschaftet wird.“

Quelle: op-online.de

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