Wachstum kräftig gefeiert

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Mit Schirm und Charme, aber ohne Melone feierte die Kolpingsfamilie Eppertshausen ihr 57. Stiftungsfest. Nach dem Gottesdienst in St. Sebastian nahm der Vorstand die Neuaufnahmen von Selma, Thomas, Max, Nils und Jan Braun vor sowie die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Hintere Reihe von links: Uwe Seibel, Jörn Müller, Christine Huther. Mittlere Reihe von links: Präses Pfarrer Harald Christian Röper, Esther Kraus, Christine Törner-Roos, Dagmar Euler, Stefan Herges, Markus Blum und Marcus Schledt (Erster Vorsitzender). Vorn: Leonhard Brockmann.

Eppertshausen - Ehrungen sind bei der Eppertshäuser Kolpingfamilie eine prägnante Sache.

„Wir wollen eine Flut vermeiden“, sagte Marcus Schledt, als er sich nach dem offiziellen Teil gerade einen Crêpe aus dem von der Jugend betriebenen „Café Kolping“ schmecken lassen wollte, dann aber zunächst ausführlich der Presse Rede und Antwort stand. Neuaufnahmen und Auszeichnungen für langjährige Mitgliedschaft – das lassen sich auch die Kolpings nicht zu zelebrieren nehmen. Darüber hinaus bescheidet man sich indes: „Der Letzte, der darüber hinaus für besondere Verdienste geehrt wurde, war Stefan Euler“, erinnert sich Schledt. 54 Jahre arbeitete Euler im Vorstand der Kolpingfamilie mit.

Die feierte zum 57. Mal ihr Stiftungsfest. Eine Handvoll Gründer war auch dabei; zunächst beim gut besuchten Gottesdienst in St. Sebastian, anschließend zu Mittagessen, Ehrungen und Beisammensein im ersten Stock des „Haus der Vereine“. Dabei feierten rund 100 Mitglieder die Neuaufnahmen von Selma, Thomas, Max, Nils und Jan Braun sowie die Auszeichnungen langjähriger Mitglieder. Für 25 Jahre Mitgliedschaft ehrte die Kolpingfamilie Uwe Seibel, Jörn Müller, Christine Huther, Esther Kraus, Christine Törner-Roos, Dagmar Euler, Stefan Herges, Markus Blum, Silke Trux und Ines Arndt. Leonhard Brockmann ist bereits seit 40 Jahren dabei, Ludwig Murmann gar seit 50 Jahren.

Das Kolpingwerk als internationaler Sozialverband gründete Mitte des 19. Jahrhunderts in Adolph Kolping zwar ein deutscher katholischer Priester, mittlerweile sei man aber in Eppertshausen durchaus überkonfessionell aufgestellt, so Schledt. Auch Konfessionslose dürften Mitglied werden. Eine offene Art, die in der Gemeinde gut ankommt: „In den letzten sieben Jahren haben wir 50 neue Mitglieder gewonnen“, skizzierte der Vorsitzende das Wachstum der Kolpingfamilie. Insgesamt hat sie derzeit 150 Mitglieder.

Zwei Drittel von ihnen - und damit eine erstaunlich hohe Quote - ließen es sich nun gemeinsam schmecken, sprachen dabei unter anderem über die vielfältigen Aktivitäten der örtlichen Kolpings. Am Sonntag, 23. November, lädt die eng mit der Katholischen Kirchengemeinde St. Sebastian verbundene Kolpingfamilie zum Familienbrunch ins Jugendheim ein. Die Kolpingjugend treibt jeden Montag ab 18.30 Uhr Sport in der Halle des Eppertshäuser Sportzentrums, „für alle offen“, wie Schledt betonte. Drei Podiumsdiskussionen vor Wahlen hat die Kolpingfamilie in diesem Jahr veranstaltet und denkt gerade über die nächste vor der Landratswahl im Frühjahr 2015 nach. „Die politische Auseinandersetzung ist in den Kolpingfamilien ausdrücklich erwünscht“, so Schledt. Neben weiteren Vorträgen neu im Programm ist ein Nähkurs, der dem Vorsitzenden zufolge mit sieben, acht Teilnehmern ebenfalls gut angelaufen ist. Selbstverständlich nehmen Teilnahmen an Veranstaltungen zu hohen kirchlichen Festen wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten weiterhin eine wichtige Rolle ein. Den sozialen Gedanken des Kolpingwerks haben auch die Eppertshäuser verinnerlicht.

Kleines, noch recht junges Beispiel: Seit einiger Zeit vertreibt die Kolpingfamilie Eppertshausen als eine von momentan 98 in Deutschland Kaffeesorten der Marke „Tatico“, die seit 18 Jahren im Hochland von Mexiko angebaut wird und – dank höherer, aber erschwinglicher Endverbraucherpreise – den Landwirten vor Ort in Südamerika die wirtschaftliche Entwicklung ermöglichen soll.

(jd)

Quelle: op-online.de

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