Kommt bald ein chinesischer Investor?

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Der Eppertshäuser Bürgermeister Carsten Helfmann (Zweiter von rechts) hält die chinesische und die deutsche Fahne in den Händen und hofft auf chinesische Investitionen in seiner Gemeinde. Hier gemeinsam mit Xu Zhixian, Mitarbeiterin der Auslandhandelskammer (AHK) China, Chris Jin (Betreuer der Firma Pangoo), Rolf Schaadt von GF Technihall und Bertram Roth, Direktor für China der Wirtschaftsförderung Rhein-Main (von links).

Eppertshausen ‐ Zwar ist die Gemeinde Eppertshausen ein kleiner Ort, aber doch offenbar wichtig für die große weite Welt, zumindest aber von Bedeutung für die chinesische Geschäftswelt. Von Jasmin Frank

Deshalb reiste Rathauschef Carsten Helfmann auch für eine Woche nach Shanghai, denn die chinesische Firma THTF plant eine Niederlassung im neuen Gewerbegebiet Park 45. „Insgesamt erwägt man in China, etwa 10  000 Quadratmeter Fläche zu erwerben. Dort soll dann ein europaweites Vertriebscenter des TV-Unternehmens aufgebaut werden, bei dem bis zu 200 neue Arbeitsplätze geschaffen werden können“, so Helfmann.

Vor allem in der Metropole Schanghai (19 Millionen Einwohner) war der Eppertshäuser Bürgermeister unterwegs, die er als ebenso beeindruckend wie beängstigend empfand: „Dort wird in rasender Geschwindigkeit gebaut, ohne Rücksicht auf Menschen oder Umwelt. Der Verkehr rast über riesige Autobahnen, die über Brücken laufen, durch die Stadt. Selbst von einem hohen Turm aus sieht man nur Häuser, so weit das Auge reicht.“

Viel Zeit hatte Helfmann nicht, außer dem Aussichtspunkt wurde nur ein Tempel besichtigt. Ansonsten versuchte er, den Standort Eppertshausen bekannt zu machen, von Bedeutung war dabei die Teilnahme an einer Präsentation, auf die er als Ehrengast, neben dem ehemaligen australischen Premierminister und der Pazifikdirektorin der Nasdaq eingeladen war.

„Die Chinesen waren bei meinem Vortrag vor allem darüber erstaunt, wie grün hier alles ist und wie viel Wald es rund um Eppertshausen gibt. Ansonsten ist natürlich die Nähe zu Frankfurt von Bedeutung“, so Helfmann. Konkrete Ergebnisse hat er aber trotz seiner Bemühungen noch nicht in der Tasche, immerhin konnte er auf der Präsentation feststellen, dass die Investoren derzeit nicht mit weiteren Kommunen verhandeln.

„Ich schätze die Chancen, dass aus der Sache etwas wird, auf etwa 40 Prozent ein. Zunächst wollen die Chinesen ihre Produkte auf dem europäischen Markt anbieten und sehen, wie es läuft“, meint Helfmann, dessen Reise die Gemeindekasse rund 2 000 Euro gekostet hat. Im September geht es dann weiter mit den Verhandlungen, dann ist die chinesische Delegation, die zur Internationalen Funkausstellung nach Berlin reist, auf einen Abstecher in Eppertshausen zu Gast.

Quelle: op-online.de

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