Neue Wege zur Kommunion

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Die Kommunion-Kinder in Münster heißen Nick Bonifer, Nastja Bonik, Leonie Breitwieser, Deimante Butenaviciute, Jessica Deglow, Lena Duda, Manuel Eggstein, Laura Flucke, Samuel Gawron, Leni Groh, Miriam Haus, Angelina Hitzel, Helena Heckwolf, Jannis Herd, Selina Hochgesang, Tessa Hölzer, Jannick Humml, Niklas Humml, Kevin Huther, Julian Jeyaseelan, Emma Keil, Aleksandra Kovacev, Alejandro Alba Ludosan, Sesilia Mancuso, Merit Möller, Dominik Post, Julia Reuter, Danja Ritter, Laura Saglam, Julian Schaefers, Joelle-Sophie Schäfer, Annabelle Shuherk, Max Steiger, Philipp Ulzheimer und Nico Weis.

Münster/Eppertshausen - Am Sonntagmorgen stiegen dutzende bunter Luftballons gen Münsterer Himmel. Was sonst eher zu Gewerbeschauen oder privaten Feierlichkeiten gehört, hatte diesmal einen anderen Hintergrund. Von Michael Just

Die Ballons wurden von den Münsterer Kommunionkinder in den Himmel entlassen, die zuvor ihr erstes Abendmahl empfangen hatten. „Die Luftballons sind ein Zeichen, dass der Himmel auch in mir sein kann. Ich wünsche für die Zukunft alles Gute und Gottes Segen“, war auf den dazugehörigen Karten für den Finder zu lesen.

35 Kommunionkinder zählt in diesem Jahr die Pfarrei St. Michael in Münster. Am Weißen Sonntag empfingen sie von Pfarrer Bernhard Schüpke zum ersten Mal den Leib Christi. Auf diesen bedeutenden Tag hatten sie sechs Katecheten in vier Gruppen ein halbes Jahr lang vorbereitet. Die noch bevorstehende Abschlussfahrt nach Steinau wird den Schlusspunkt darstellen.

Die Kommunion-Kinder in Eppertshausen heißen Alexandro Baum, Ina Berkmann, Max Bierwagen, Laura Blickhan, Simon Fassinger, Luca Flott, Emelie Frank, Vanessa Heck, Nico Heil, Lara Hornig, David Kozakiewicz, Flavia Müller, Colin Murmann, Gina Ohl, Eva Rosenfeld, Julian Roska, Charlotte Schröder, Grazia Troisi, Sizilia Troisi und Luke Wagner

„Danach werden wir probieren, die Kommunionkinder bei den Jugendgruppen der Kirchengemeinde unterzukriegen“, sagte Gemeindereferentin Regina Schindler-Christe. Schon jetzt weiß sie, dass das nicht einfach wird. „Die meisten Kinder haben schon drei, vier Termine pro Woche.“ Diesmal hätte man besonders viele Fußballer und Tischtennisspieler dabei. Gerade die jungen Sportler hätten immer wieder Probleme, alles unter einen Hut zu bringen. Als Folge würde das Thema Kirche meist nur noch eine „punktuelle“ Bedeutung haben. Auch wenn der nächste Punkt dann die Firmung wäre hofft Schindler-Christe, dass die Erstkommunion ihre Schützlinge an die Kirche bindet. Dazu könnte das tolle Motto „Da berühren sich Himmel und Erde“ beigetragen haben, das mit den Luftballons besonders begeisternd umgesetzt wurde. Die Band spielte während der Eucharistiefeier sogar ganz dezent „99 Luftballons“ von Nena auf dem Keyboard an.

In Eppertshausen freute sich Gemeindereferentin Claudia Schöning, 20 Kinder zum ersten heiligen Abendmahl aus den Händen von Pfarrer Harald Christian Röper führen zu können. Hier gestaltete sich die Vorbereitung anders als in Münster, wo sich keine Katecheten im Kommunionunterricht um die Vorbereitung kümmerten. Bereits im zweiten Jahr fanden sich keine Gruppenleiter. „Diese zu finden wird immer schwieriger. Mehr und mehr Eltern sind froh, wenn sie diesbezüglich nicht gefragt werden und dadurch in Verlegenheit gebracht werden“, weiß Schöning. So sah die Vorbereitung in Eppertshausen so aus, dass sich die Gemeindereferentin einmal im Monat mit Eltern und Kindern traf und diese in das Leben der Pfarrgemeinde einband. Dazu gehörten Aktionen im Advent aber auch ein Besuch auf dem Friedhof.

Kommunionskinder und Konfirmanden 2014

Kommunionkinder und Konfirmanden des Jahres 2014

Die Vorbereitung erwies sich nicht frei von Problemen: Das Jugendheim war zu klein, um mit den Kindern und den Eltern im Kreis zu sitzen. Hier muss laut Schöning 2015 eine neue Lösung gefunden werden. Für die Zukunft zeigte sie sich zuversichtlich, auch ohne Grupenleiter auszukommen. „In Nordhessen ist das schon lange usus“, hob sie heraus. Und auch im Bistum Mainz kämen die neuen Rahmenbedingungen immer mehr zum Tragen. „Nach 40 Jahren läuft die Kommunion-Vorbereitung nun anders. Das neue Modell muss sich erst entwickeln“, räumte Schöning ein.

Bisher sei die Rückmeldung vieler Eltern, die verstärkt mit eingebunden werden, aber positiv: „Einige zeigten sich sehr dankbar, auf diese Weise integriert und von uns aufgenommen zu werden.“

Quelle: op-online.de

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