Kopf frei mit Wackelband

+
Ganz schön kniffelig, hier durchzukommen: Der neue Hindernisparcours auf dem Pausenhof der Stephan-Gruber-Schule macht den Kindern großen Spaß. Er ist Bestandteil des Bewegungskonzepts der Eppertshäuser Grundschule.

Eppertshausen ‐ Was sollen Kinder in der Schulpause tun? Am besten vom Unterricht abschalten, den Kopf frei bekommen und sich mal so richtig austoben. Damit die Jungen und Mädchen sich auch wirklich bewegen, lässt sich das Team der Eppertshäuser Stephan-Gruber-Schule einiges einfallen: Von Jasmin Frank

Nicht nur, dass einmal pro Woche gemeinsam zu schwungvoller Musik getanzt wird (wir berichteten), sondern auch, dass es eine Spielehütte gibt, in der die Grundschüler einen eigenen Pausenverleih von Spielgeräten betreiben. Damit das Projekt interessant bleibt, hat nun der Förderverein gemeinsam mit Organisatorin Monika Heinlein das Sortiment aufgestockt und verloren gegangene Gerätschaften wieder ersetzt. „Wir haben vor unserer Planung natürlich auch die Kinder befragt, was sie sich alles wünschen. Manche Dinge kennen sie aber noch gar nicht, deshalb haben wir auch eine Slackline angeschafft, die Koordination und Gleichgewicht der Kinder schult“, informiert die Sportlehrerin. Zudem stärkt das wackelige Gummiband, auf dem die Kinder in niedriger Höhe balancieren, auch die sozialen Kompetenzen der Schüler, denn alleine ist die Übung kaum zu meistern.

Aber die Kinder helfen sich ohne lange zu überlegen und stützen sich ganz spontan gegenseitig. „Ich helfe den anderen, damit sie nicht hinfallen. Ich bin selbst noch gar nicht über das Band gelaufen, denn ich glaube, das ist ganz schön schwierig“, meint die siebenjährige Chiara, die immer wieder Kinder an der Hand nimmt und ihnen über das Seil hilft. Etwas anderes hat die Schülerin aber schon getestet und für gut befunden: Ein weiteres Novum im Pausenbetrieb – den neu erworbenen Parcours.

Gestiftet wurde er von der Eppertshäuser Volksbank und deshalb durfte deren Abgesandter, Lutz Murmann, auch als Erster die Hindernisstrecke überwinden. Entlang an Verkehrsschildern, hinweg über kleine Hindernisse und durch mehrere große und kleine Ringe hindurch kletternd, eröffnete der Sponsor die Strecke. „Jugend, Sport und Bewegung sind in unserem Haus Schwerpunkte, deshalb unterstützen wir solche Initiativen gerne. Und dass ich in meinem Alter den Parcours und die Slackline verletzungsfrei überwunden habe, zeigt, dass Eltern sich keine Sorgen um ihre Sport treibenden Kinder machen müssen“, scherzte der Banker.

Den Kindern machte der Parcours sichtlich Spaß und sie stellten sich immer wieder brav an der Warteschlange an, um die Strecke ein ums andere Mal zu passieren. Doch die schönste Pause geht einmal vorbei und nach dem Klingeln wurden die Utensilien schnell eingesammelt, damit nach den nächsten beiden Unterrichtsstunden wieder eine neue Hindernisbahn aufgebaut werden kann.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare