Kreisstraße  180 wieder befahrbar

Zeit der Schleichwege ist nun passé

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Fünf Schnitte mit der Schere eröffneten am Freitag die sanierte K180 zwischen Messel und Eppertshausen. Unser Bild zeigt von links Heike Hofmann (MdL), Andreas Moritz (Regional-Bevollmächtigter von Hessen Mobil), Messels Bürgermeister Andreas Larem und Rainer Eder, Vorsitzender der Eppertshäuser Gemeindevertretung.

Eppertshausen/Messel - Lange wurde der Tag von vielen Kraftfahrern herbeigesehnt, am Freitag war es soweit: Die Bauarbeiten an der Kreisstraße 180 sind beendet.

Vier Monate war die Strecke für eine grundhafte Erneuerung der Fahrbahndecke gesperrt, jetzt darf der Verkehr zwischen Eppertshausen und Messel wieder fließen.

„Wir sind froh, dass die Straße nun auf ist. Damit haben auch die Schleichwege der letzten Monate ein Ende, als viele wild hinten durch den Wald fuhren“, so Rainer Eder, Vorsitzender der Eppertshäuser Gemeindeversammlung. Zusammen mit Landrat Klaus-Peter Schellhaas, Messels Bürgermeister Andreas Larem, der Landtagsabgeordneten Heike Hofmann sowie Andreas Moritz (Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen Mobil), schnitt er das rot-weiße Flatterband durch. Wenige Minuten später befuhr ein zufällig passierender Radfahrer als erster offizieller Nutzer die neue Teerdecke.

Sanierung als Folge des Winters 2009/10

Die Sanierung war vor allem eine Folge des Winters 2009/10. Durch extreme Witterungsbedingungen beschädigte der die Straße so stark, dass zeitweise Tempo 30 angeordnet werden musste. Im Rahmen der Bauarbeiten, die unter Vollsperrung stattfanden, wurde die Fahrbahn auf einem rund sieben Kilometer langen Abschnitt grundhaft erneuert und teilweise verstärkt.

An einigen Stellen fand ein Bodenaustausch statt, und die Querneigung der Fahrbahn wurde so verändert, dass sich die Kurven sicherer befahren lassen. Neu sind zudem sechs unterirdische Amphibiendurchlässe im Bereich des Naturschutzgebietes Rallenteich, die Fröschen, Kröten und auch Salamandern die sichere Querung der Straße ermöglichen. Sie entstanden aus einer Initiative des Odenwaldklubs Eppertshausen, der fortan nun keine Kröten und Frösche mehr über die Straße tragen muss. Der alte Amphibienzaun hat ausgedient.

Baukosten in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro

Die Baumaßnahmen, die Anfang August begannen und insgesamt vier Monate währten, waren in drei Abschnitte unterteilt. Dass der ursprüngliche Zeitplan von drei Monaten nicht eingehalten wurde lag daran, dass das Baufeld in ehemaligen Flak-Stellungen lag. So führten Kampfmitteluntersuchungen zu Verzögerungen. Eingehalten wurden dagegen die Baukosten in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro. Hier durfte sich der Kreis über eine Verkehrsinfrastrukturförderung des Landes Hessen mit einer Zuwendung in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro freuen.

„Viele haben auf die Eröffnung der K 180 gewartet, einige sogar nicht mehr daran geglaubt“, sagte Landrat Klaus-Peter Schellhaas in seinen Worten. Er hob heraus, dass die Infrastruktur für den Kreis eine besondere Bedeutung hat. Solche Sanierungen seien nicht selbstverständlich, wenn parallel hessische Kommunen unter den Rettungsschirm des Landes schlüpfen. Zum Schluss gab er seiner Hoffnung Ausdruck, dass der nagelneue Belag sowie das reduzierte Gefahrenpotenzial in den Kurven niemand zum schnelleren Fahren veranlasst.

 mj

Quelle: op-online.de

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