Laienspielverein

Zu den Spielen gibt's nun auch Passionswein

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Damit gewinnen die Eppertshäuser Passionsspiele weiter an Identität: Den neuen Passionswein zeigen Alexander Neiss, Gisela Belzer sowie Manfred und Anton von Gotstedter (von links).

Eppertshausen - In der christlichen Eucharistiefeier wird das Blut Christi durch Wein symbolisiert. Da könnte die Neuerung, die die Eppertshäuser Passionsspieler vermelden, kaum besser passen: „Ab sofort haben wir unseren eigenen Wein“, erzählt Vorsitzende Gisela Belzer. Von Michael Just 

Vor wenigen Tagen wurden die guten Tropfen, die sich in zahlreichen Kisten befinden, in den Lagerraum des Vereins nahe des Franz-Gruber-Platzes verschafft. Dort werden auch die Kostüme und die Requisiten für die Aufführungen gelagert.

Der Qualitätswein stammt aus Groß-Umstadt. „Mit der Genossenschaft und ihrem Geschäftsführer Oliver Schröbel haben wir gut verhandelt und ein Ergebnis erzielt, mit dem beide Seiten als Gewinner hervorgingen“, erzählt zweiter Vorsitzender Anton von Gotstedter, der sich als „Weinchef“ um die erfolgreiche Realisation des Prokjekts kümmerte. Das auffallende Etikett gestaltete sein Sohn Manfred am Computer. Es zeigt das Logo der Eppertshäuser Passionsspiele mit dem Kreuz und dem Hügel Golgatha, der Kreuzigungsstätte Jesu. Mit seiner dunkelblauen Farbe wirkt es recht edel. Auf dem Etikett ist zudem „Vinum Autmundis“ für die Umstädter Winzergenossenschaft sowie der Aufruf „Wir sehen uns 2015!“, dem Jahr der nächsten Passionsspiele, zu sehen.

270 Weiß- und 30 Rotweine bestellt

Insgesamt wurden 300 Flaschen Passionswein bestellt und geliefert, die in den nächsten Wochen verkauft werden sollen. Die erste Gelegenheit zum Erwerb wird beim Frühlingsfest des Passionsspiele-Vereins sein, das am Samstag im Pfarrgarten ab 14 Uhr stattfindet. Mit 7,50 Euro wurde ein Verkaufspreis gewählt, der erschwinglich ist. „Wir haben sogar schon Restaurants in Eppertshausen, die den Wein auf ihre Karte setzen wollen“, freut sich Belzer.

Von den 300 Flaschen sind 270 Weiß- und 30 Rotweine. Die Weißweine gehören zur Rebsorte Silvaner, die roten zu einem prämiierten Spätburgunder. Der hohe Anteil der hellen Weine ist damit begründet, dass mit Blick auf den Sommer ein leichter Weißwein bevorzugt wird.

Wie von Gotstedter sagt, rechnet der Verein mit einem guten Absatz. Das zeigt auch, dass die zweite Edition des Passionweins schon bestellt wurde. Wenn in diesem Jahr die Tage wieder kürzer werden, macht sich ein Teil der Vereinsmitglieder erneut nach Groß-Umstadt auf, um eine weitere Palette mit vergorenem Rebensaft nach Eppertshausen zu holen. Der kalten Jahrszeit angepasst, sollen die Flaschen dann mit einem vollmundigen Rotwein den Gaumen erfreuen.

Quelle: op-online.de

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