Lange Vorbereitung auf OWK-Konzert

Mandolinenklang auf hohem Niveau

+
Mandolinenklänge in solcher Qualität gibt es nicht überall zu hören. Das Orchester des OWK lud zur musikalischen Weltreise.

Eppertshausen - Zwei Jahre dauerten die Vorbereitungen des OWK-Mandolinenorchesters für das große Konzert 2017. Nun sorgten in heimischer Bürgerhalle das Jugend- und das Hauptorchester auf einer „Weltreise“ für Klangerlebnisse, wie man sie nicht alle Tage hört. Von Michael Just 

Der Blick aufs Programm verriet schon vor Beginn, dass mehr Abwechslung kaum geht. Musikalische Ausflüge gab es nach Spanien („Spanischer Tanz“), Irland („Irische Folk-Suite“), in den Orient („Auf einem persischen Markt“) oder nach Südamerika mit der Drei-Tänze-Komposition von Karl Heinz Keinemann für Cha-Cha-Cha, Mambo und Rumba. Dazu gesellten sich Operettenklänge und der Walzer-Klassiker „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauß. Das Jugendorchester bevorzugte, dem Alter angepasst, moderne Melodien wie „Happy“ von Pharrell Williams oder „Voyage noir“ von Fabian Payr. Den grandiosen Schlusspunkt setzten beide Orchester zusammen mit Filmmusik aus „Game of Thrones“ und „Viva la Bamba“. Die Leitung lag in den Händen von Katja Berker und Claus Murmann.

Zum Konzert gehörte die Ehrung von Aktiven sowie wichtigen Unterstützern.

Vor dem Konzert musste das Hauptorchester noch einen Schock verkraften: Gleich drei Musiker fielen krankheitsbedingt aus. Durch Umstellungen wurden die fehlenden Kollegen kompensiert, dem Publikum kam der Schwund nicht zu Gehör. Mit Blick auf die Besucher verbuchte der Abend eine ansprechende Resonanz. Das lag nicht zuletzt am Ankündigungsplakat, das mit seinen japanischen Kirschblüten bereits über einen hohen Wiedererkennungswert verfügt. Es avancierte zum Klassiker, obwohl die Japanfahrt des Orchesters 1981 schon ein paar Jahre zurückliegt. Danach kamen stets die fernostasiatischen Freunde zu Besuch. Die Kirschblüten vor dem Fuji machten auch einen Teil der Bildprojektionen aus, die im Bühnenhintergrund das Konzert aufwerteten. Bei der irischen Folk-Suite waren es satte Landschaften von der Grünen Insel, bei den Stücken mit einem persischen Bezug Fotografien aus dem Iran. Hier musste sich der Veranstalter nicht um Fremdmaterial bemühen: OWK-Vorsitzender Norbert Anton bereiste kürzlich den Iran und konnte hier für die passende Optik sorgen.

Das Konzert des Mandolinenorchesters findet aufgrund seiner Größenordnung nur alle drei Jahre statt. Dazwischen klagt das Orchester nicht über mangelnde Auftritte: So war vor zwei Jahren eine mehrtägige Konzerttournee in England. Um die Auswahl der Werke kümmert sich der Musikausschuss. In anderen Orchestern wird das oft weniger demokratisch gelöst und dem Dirigent obliegt die Auswahl. „Durch den Musikausschuss kommen bei uns alle Geschmacksrichtungen und Vorlieben zum Tragen“, sagt Dirigent Claus Murmann.

Konzert im Schulverbund Münster und Eppertshausen: Bilder

Mit seinem Konzert bewies das Mandolinenorchester erneut einen Leistungsstand auf höchster Ebene. OWK-Vorsitzender Anton verglich in seiner Begrüßung den Auftritt mit einem Finalspiel beim Fußball: „Wochenlang wird trainiert, Läufe und schwierige Spielsituationen werden eingeübt, damit aus den Einzelnen eine Mannschaft zusammenwächst.“

Ein Konzert dieser Größenordnung schafft auch einen Rahmen, um besonders engagierte Mitglieder zu ehren. Die Gelegenheit nutzte die Musikabteilung des OWK und zeichnete Katja Berker, Sonja Huhle und Renate Riemensperger für 25 Jahre Spiel aus. Für 40 Jahre wurden Claudia Murmann, Anja Murmann, Matthias Murmann und Lothar Müller geehrt.

Quelle: op-online.de

Kommentare