Wo Vampire Böses aussaugen

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Die Klasse 1a mit Lehrerin Laura Scholz nahm sich das Buch „Das Vamperl“ von Renate Welsh vor. Die Ergebnisse, nicht zuletzt im kreativen Bereich, konnten sich sehen lassen.

Eppertshausen - Was ist eigentlich ein „Hamperl“? Klarheit dazu kann die Klasse 1a der Stephan-Gruber-Schule (SGS) geben: „Das ist eine Vampir, den wir als Hampelmann gebastelt haben“, erzählt die achtjährige Linda. Von Michael Just

Die Verbindung kam durch die jüngste Lesewoche an der SGS zustande, in der sich die Schüler das Buch „Das Vamperl“ von Renate Welsh vornahmen. In dieser Lektüre geht es um einen kleinen Vampir, der den Menschen nicht das Blut, sondern das Böse aussaugt. Wie es sich für kreative Grundschüler gehört, bastelten und malten die Jungen und Mädchen zum Thema, das gut in die Jahreszeit passte, zahlreiche kleine Kunstwerke in Form von Vampiren und Fledermäusen.

Eine Woche lang stand an der SGS nun wieder das Lesen und die Beschäftigung mit Büchern ganz oben auf dem Programm. Am Freitagnachmittag gab es zum Abschluss für die Eltern eine Präsentation der Ergebnisse. In elf Räumen zeigten die elf Klassen, womit sie sich während der Lesewoche beschäftigt hatten. Eine Foto-Dokumentation gab dabei einen guten Einblick. Für die Kurzweil der Kinder warteten zur Präsentation weitere Kreativangebote, wie etwa eine Button-Maschine oder das Herstellen von Grußkarten. Der Förderverein hatte eine Kaffee- und Kuchentafel organisiert.

Die Lesewoche findet an der SGS seit vielen Jahren statt. „Sie ist fester Bestandteil unseres Schulprogramms“, erzählt Schulleiterin Marion Lehr. „Wir haben sie sogar terminlich mit dem bundesweiten Vorlesetag der Stiftung Lesen kombiniert und uns beworben, dass ein Prominenter zum Vorlesen kommt“, berichtet die Schulleiterin weiter. Das mit dem Prominenten hat dann aber leider nicht geklappt. Vorgelesen wurde trotzdem, und das täglich, denn damit startete jeder Schultag der Lesewoche. Dafür griffen auch zahlreiche Eltern und Großeltern zum Buch. Das Lesen, Vorlesen sowie der Umgang mit Literatur nimmt an der SGS eine wichtige pädagogische Arbeit ein, da damit die kindliche Entwicklung und insbesondere die Sprache unterstützt werden. Basiskompetenzen, wie etwa die Konzentration, werden gestärkt, dazu der Wortschatz erweitert. „Die Fähigkeit zu lesen sehen wir deshalb als Grundlage für sämtliches Lernen an unserer Schule“, hebt Lehr heraus.

Der Tageseinstieg mit einer Leserunde fand klassen- und jahrgangsübergreifend statt. Danach ging’s für die Schüler zurück in den Klassenverbund, in dem jeder für sich ein Thema bearbeitete. Die meisten Lehrer suchten sich ein Buch heraus, das sie besprachen und zu dem gebastelt oder gespielt wurde. Den Schülern wurde aber nicht nur vogelesen: Sie lasen auch selbst vor. Das taten sie in den Eppertshäuser Kitas, und, ganz neu, in der benachbarten Mira-Lobe-Schule. Mit der Lesewoche, die Vanessa Bellemann und Corinna Lang organisierten, war zudem ein interner Vorlesewettbewerb verbunden. Zuerst im Klassenverbund und dann im Jahrgang wurden die besten Leser ermittelt. Über den ersten Platz in der Jahrgangsstufe zwei darf sich Janina Herget freuen. Linda Kuhl wurde Beste im dritten Jahrgang, Dima Jeber gewann bei den vierten Klassen. In der ersten Klasse findet noch kein Lesewettbewerb statt.

Quelle: op-online.de

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