Singen ist Winfried Larems Lebenselexier

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Winfried Larem konnte sich nicht nur über den Landesehrenbrief, sondern auch über zahlreiche Glückwünsche und Präsente freuen.

Eppertshausen (jas) - „Singen, und insbesondere der Chorgesang, war und ist in Deinem Leben mehr als ein Hobby, mehr als eine Freizeitbeschäftigung.

Es ist Dir ein Lebenselixier, eine Lebensquelle geworden“, lobte am Samstagabend der Ehrenvorsitzende des Sängerkreises Dieburg, Theodor Grimm, auf dem Familienabend des Eppertshäuser Gesangvereins Liederkranz-Frohsinn . Die Worte richteten sich an Winfried Larem, der seit 1952 im ersten Tenor des Männerchores singt, seit 1957 bis heute Vize-Chorleiter und darüber hinaus seit 1980 Vize-Vorsitzender ist. Und der den Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen bekam.

Stets spielte sich Larems Engagement im Hintergrund ab und so war auch sein erster Ausspruch, als Landrat Klaus Peter Schellhaas den Geehrten namentlich nannte: „Muss ich jetzt auf die Bühne?“. Das musste er, denn nicht nur Grimm und der Landrat, auch Bürgermeister Carsten Helfmann, der Vorsitzende des Sängerkreises, Andreas Larem, und der Vereinsvorsitzende Heinz Ries wollten dem tatkräftigen Sänger gratulieren. Neben der Ehrenurkunde bekam er zahlreiche Präsente überreicht, darunter die Ehrenkrawatte der Gemeinde Eppertshausen, die nur an Landesehrenbriefträger und verdiente Feuerwehrleute vergeben wird. „Die trage ich jetzt immer, wenn wir bei Anlässen singen, die mit der Gemeinde zu tun haben, zum Beispiel auf dem Weihnachtsmarkt“, freute sich Larem, der von der Ehrung völlig überrascht worden war.

Seit einem Jahr schon liefen die Vorbereitungen zur Auszeichnung des 74-Jährigen und niemand hatte ihm vorab etwas davon verraten. Larem ist bei vielen Vereinen passives Mitglied und erzählt schmunzelnd: „Beim Tischtennisverein bin ich sogar Gründungsmitglied. Und das, obwohl ich gar nicht Tischtennis spiele.“ Überall ist er beliebt, nicht zuletzt, weil er als Inhaber eines Unternehmens, jahrelang der zweitgrößte Arbeitgeber Eppertshausens, immer sehr sozial eingestellt war. „Ich habe nur für MAN Roland gearbeitet, und deshalb macht mich die derzeitige wirtschaftliche Entwicklung natürlich traurig“, erzählt Larem. Für ihn war die Vereinbarkeit von Beruf und Verein immer wichtig gewesen und sein Engagement für den Liederkranz hat sich auch auf seine Mitarbeiter ausgewirkt, wie er sich lachend erinnert: „Ich habe meine Männer immer so lange auf unsere Gesangsstunden hingewiesen, bis sie dann auch zum Singen kamen.“ Heute fehlt es dem Chor an jungen Männern, die Gefallen am Singen finden, doch der Kinderchor des Vereins, „Singing Kids“, sorgte mit seinen munteren Beiträgen auf dem Familienabend für gute Laune und ließ die Nachwuchssorgen erst einmal vergessen. Das Rahmenprogramm war bunt gestaltet worden: Neben dem Männerchor, der mit dem Hit „Aber bitte mit Sahne“ von Udo Jürgens schwungvoll in den Abend startete, sorgten die TAV-Turner mit ihrer fulminanten Show für Schwung. Sportlich ging es auch mit „Tapperware“ der Stepptanzgruppe der TU Darmstadt, und der Tanzgruppe Fairit weiter. Die Sketche sorgten für Lacher der Männerchor sang beim großen Finale.

Quelle: op-online.de

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