Literarische Blütenblätter

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Eigene Bücher haben die Grundschüler aus Eppertshausen während der Lesewoche gebastelt. Und selbst Gedichte geschrieben.

Eppertshausen ‐ Bücher, Texte und Gedichte soweit das Auge reicht – das gab es in der Eppertshäuser Mehrzweckhalle zu bestaunen, als die Stephan-Gruber-Schule den Abschluss ihrer Lesewoche zelebrierte. Von Jasmin Frank

Ein Großteil des Raumes nahm der umfangreiche Bücherflohmarkt ein, der von engagierten Eltern der Schule organisiert worden war und dessen Einnahmen der Schulbücherei zugute kommen sollen. Nicht nur die Kinder, auch die Erwachsenen fanden hier das ein oder andere Werk, wie Hiltrud Auner. Sie nahm gleich sieben Bücher mit nach Hause. „Wir lesen zu Hause sehr viel. Ich schmökere selbst jeden Tag und lese meiner Tochter auch allabendlich vor. Ich lese vor allem Krimis und historische Romane, Mareike liest eigentlich alles, egal ob Wissensbuch oder Märchen. Aber mein großer Sohn Thomas, der schon 19 Jahre alt ist, liest nur noch das, was er für die Schule machen muss, obwohl ich mit ihm auch von klein auf gelesen habe“, erzählte Auner.

Viel Zeit zum Schauen blieb zunächst nicht: Die kommissarische Schulleiterin Christiane Lachheb stellte alle Projekte der vergangenen Woche vor. Dazu präsentierten die Kinder die Bücher, die sie gelesen haben, auf einem Blütenblatt, auf dem Titel und Autor notiert waren. Diese Blätter wurden im Anschluss zusammengefügt und ergaben dann zwei große bunte Blumen. Offensichtlich hatten die fünf Tage ein abwechslungsreiches Programm geboten: Auf den Blütenblättern standen „Kleine Maus allein zu Haus“ und „Post für den Tiger“ oder auch mehrere Bücher eines Autors. Eine Klasse hatte sich etwa mit den zahlreichen Geschichten von Astrid Lindgren beschäftigt. Nicht nur Abenteuergeschichten, sondern auch Gedichte hatten die Schüler gelesen und sogar eigene verfasst. Schließlich wurde auch gesungen: Neben einem Piratenlied gaben die Kinder die Schulhymne zum Besten. Begeistert waren sie bei der Sache: Der Text saß, die Gestik stimmte. Nach dem offiziellen Teil hatten die Gäste Gelegenheit, die vielen Dokumente zu bewundern, die die Kinder in der Lesewoche angefertigt hatten: Plakate, Thementische und selbst gebastelte Bücher lagen zur Besichtigung bereit.

Auch Celina Scharf war zwischen den Tischen unterwegs und begutachtete die ausgestellten Werke. „Ich lese am liebsten Stardust-Bücher. Da geht es um Mädchen, die sich nachts in Feen verwandeln und ganz tolle Sachen erleben“, schwärmte die Drittklässlerin und Mutter Annette Scharf ergänzte lachend: „Ja, ja, nachts erleben die Mädchen als Elfen die tollsten Abenteuer und am nächsten Morgen sind sie wieder topfit. Das wäre ich auch gerne mal.“ Alles in allem kann die Eppertshäuserin den Enthusiasmus ihrer Tochter für die Geschichten aber gut nachvollziehen. Sie findet es wichtig, dass Kinder heute überhaupt gerne lesen. „Auch wenn Celina schon viel alleine liest, genießen wir es trotzdem, gemeinsam vorzulesen. Das ist einfach unheimlich gemütlich“, sagte Scharf. Und wenn nun nach der Lesewoche der eine oder andere Gruber-Schüler in Zukunft öfter den Bildschirm ausgeschaltet lässt und stattdessen zu einem Buch greift, hat es sich gelohnt.

Quelle: op-online.de

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