„Super betreut und gut ausgebildet“

Mira-Lobe-Schule erntet zum 25-jährigen Bestehen Lob vom Schuldezernenten 

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Eine Puppenshow gehörte ebenfalls zum Programm der Lobe-Schüler. 

Eppertshausen - Mit einem einstündigen Programm nebst Tanz und Puppenshow feierte die Mira-Lobe-Schule ihr 25-jähriges Bestehen und erntete großes Lob vom Schuldezernenten. Von Jens Dörr 

Die Stars sind die Schüler - selbst wenn eigentlich die gesamte Bildungsstätte gefeiert wird. Am Freitagvormittag jubilierte die Mira-Lobe-Schule ob ihres nun 25-jährigen Bestehens. Einst gegründet in Klein-Umstadt, befindet sich die „Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprachheilförderung des Landkreises Darmstadt-Dieburg“ seit sechs Jahren in Eppertshausen. Dorthin waren anlässlich des Festakts auch Vertreter anderer Schulen, des Staatlichen Schulamts sowie Kreis-Schuldezernent Christel Fleischmann gekommen.

Der „Chef aller Schulen“, wie er zuvor angekündigt worden war, musste wegen eines anderen Termins zwar bald wieder die kleine Aula verlassen; er fand aber noch genug Zeit, um einige Worte zu den Schülern zu sprechen: „Ihr habt hier einen guten Platz gefunden, werdet super betreut und gut ausgebildet.“ In ihrer Einleitung hatte bereits Schulleiterin Jutta Meier dafür gedankt, dass die Sprachheilschule vor sechs Jahren „so nett empfangen“ worden sei. Ganz generell arbeite man nicht nur in direkter Nachbarschaft zur Stephan-Gruber-Grundschule, sondern wo immer möglich auch Hand in Hand. Dies registrierte gewiss wohlwollend auch SGS-Leiterin Marion Lehr, die ebenfalls im Publikum saß.

Das bekam von den Schülern ein gut einstündiges Programm mit Gesang, Tanz und sogar einer Puppenshow geboten. Alle Schüler der vier Jahrgangsstufen wohnten dem Ereignis bei. Und sorgten gegenüber Fleischmann für etwas Beruhigung, als der wissen wollte, ob es ihnen etwas ausmache, dass die Kinder jeden Tag mit dem Bus in die Schule fahren müssten, die im Kreis nicht gerade zentral liegt. Das Bus fahren macht jedoch offenbar auch Spaß und wird nicht nur als Belastung empfunden, war zumindest dem Echo der Jungen und Mädchen zu entnehmen.

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Derzeit gibt es in Eppertshausen 110 Mira-Lobe-Schüler, von denen allerdings nur ein sehr kleiner Teil aus dem Ort selbst kommt (wir berichteten). Ein Dutzend Lehrerinnen kümmert sich um ihre Grundschulausbildung, die sie in drei Viertel aller Fälle nicht an der MLS beenden, sondern vorher auf eine Regelschule wechseln. Der Wahl der Eltern, ihr Kind auf die Lobe-Schule zu schicken, ist stets die Feststellung von Sprachauffälligkeiten vorausgegangen. Werden sie als so stark bewertet, dass die Sprachentwicklung des Kinds in der Regelschule auch mit schulbegleitenden Therapiemaßnahmen nicht angemessen gefördert werden könnte, bietet sich die sonderpädagogische Förderung in Eppertshausen an.

„Jedes Kind hat darauf einen Anspruch, sodass es dem Regelplan der Grundschule folgen kann“, so Schulleiterin Meier. An der MLS füllt man dies unter anderem mit einer sehr intensiven Förderung hinsichtlich der Erarbeitung von Lauten im Lese-Rechtschreib-Prozess, der auditiven Wahrnehmung, der Merkfähigkeit und der Mundmotorik mit Leben. Der damit stets verbundene Ansatz lautet „Greifen und Begreifen“, was alle Sinne einbezieht. Inhaltliche Grundlagen des Unterrichts sind die Bildungsstandards der Regelgrundschule.

Quelle: op-online.de

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