Löschen, retten, Geschirr spülen...

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Gemeinsam mit Gemeindebrandinspektor Herbert Müller plant das Team der Jugendfeuerwehr die Einsätze in und um Eppertshausen. Foto: Frank

Eppertshausen - Einmal wie ein echter Feuerwehrmann 24 Stunden lang im Einsatz sein – das können die Eppertshäuser Nachwuchs-Brandschützer am 15. und 16. Oktober live erleben. Von Jasmin Frank

„Es ist einfach etwas anderes, ob man nachmittags mal eine kleine Übung macht und dann wieder nach Hause geht, oder ob man rund um die Uhr zu tun hat – und das nicht nur im Einsatz“, schmunzelt Organisator Marius Murmann. Er weiß, was auf die Kinder wartet: Nicht nur Feuerlöschen ist angesagt, auch Kochen mit anschließendem Geschirrspülen, Einsatzfahrzeuge putzen und Halle kehren steht auf dem Programm.

Damit dennoch gute Stimmung aufkommt, wird natürlich auch allerhand geboten: Ein Hallenbrand auf dem ehemaligen Gelände der Firma Eissner wird ebenso simuliert, wie eine Tierrettung vom Baum. „Dafür wird natürlich keine echte Katze in den Baum gebunden, sondern ein Kuscheltier muss wieder an seinen Besitzer zurück gegeben werden. Aber wir machen auch eine Personensuche, da kann es schon sein, dass sich ein echter Mensch im Unterholz verbirgt“, so Murmann, der noch nicht alle Höhepunkte des Wochenendes verraten will. Eine gewisse Spannung gehört natürlich auch dazu.

Insgesamt 22 Jungen und Mädchen sind derzeit in der Jugendfeuerwehr, Tendenz steigend. Alleine in den letzten Wochen konnten acht Neuzugänge verzeichnet werden. „Da die Standards bei den Kindern ganz unterschiedlich sind, müssen wir natürlich auch die Anforderungen anpassen. Wer länger dabei ist, kann schwierigere Aufgaben lösen, als jemand, der sich noch nicht so gut auskennt“, weiß der Feuerwehrmann. Neben zahlreichen kleineren Einsätzen wird am Samstagabend auch eine Großübung abgehalten, zu der junge Kollegen aus Urberach und Münster anrücken, Sonntag sind die Kinder in Urberach zu Gast.

„Wir sind nun schon seit etlichen Wochen mit der Planung beschäftigt, denn alle Übungen müssen mit dem Gemeindebrandinspektor Herbert Müller und mit der Leitstelle in Dieburg abgesprochen werden“, informiert Murmann. Dabei ist es wichtig, konkrete Orts- und Zeitangaben machen zu können, damit die Leitstelle genau weiß, was zu tun ist, wenn ein Unbeteiligter ein Feuer meldet. „Die Leitstelle ist dann darüber informiert, dass ein Feuer oder eine vermeintliche Ölspur von uns gelegt wurde und sendet keine Einsatzkräfte aus“, weiß Murmann.

Die Aktion wird aus zwei Gründen gerade in diesem Jahr realisiert: Zum einen feiert die Eppertshäuser Jugendfeuerwehr ihr 25-jähriges Bestehen, zum anderen wechseln gleich drei Nachwuchskräfte in den aktiven Dienst. Und sie wollten das Wochenende unbedingt noch mitmachen, wie Maren Murmann begeistert erzählt: „Wir hatten vor drei Jahren schon einmal ein solches Einsatzwochenende, und das ist ein einmaliges Erlebnis. Es schweißt zusammen, wenn man nachts, in völliger Dunkelheit, eine Übung am Steinbruch absolviert.“

Damit das Jubiläum zudem noch gebührend gefeiert wird, steht der Familienabend der Freiwillige Feuerwehr Eppertshausen am 5. November ganz in Zeichen der Jugend und wird von den Jungen und Mädchen maßgeblich gestaltet.

Quelle: op-online.de

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