Loyal, zuverlässig, kompetent

Darmstadt-Dieburg - (rose) Einen guten Start bescheinigte Erster Kreisbeigeordneter Klaus Peter Schellhaas dem bei der Kreisagentur für Beschäftigung angesiedelten Projekt „50plus“.

Dieses hat sich zum Ziel gesetzt, die Beschäftigungs-chancen älterer Menschen zu verbessern und Langzeitarbeitslose jenseits der 50 wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg beteiligt sich seit dem vergangenen Jahr an einem seit 2005 bestehenden Bundesprogramm und ging dabei eine Kooperation mit dem Kreis Offenbach ein. Mit Erfolg: In dem einen Jahr konnten im Landkreis Darmstadt-Dieburg immerhin 300 über 50-Jährige vermittelt werden, davon allein 200 in Vollzeitbeschäftigung.

Das Projekt „50plus“ legt, erklärte Schellhaas, großen Wert auf regionale Partner und bildet mit diesen Netzwerke. Eine der besonderen Aktivitäten sind dabei die „Unternehmen mit Weitblick“, die großes Interesse an der Beschäftigung von älteren Arbeitnehmern haben. Diese Unternehmen hätten erkannt, dass ältere Mitarbeiter oft eine große Lebens- und Berufserfahrung mitbrächten. Außerdem seien diese Arbeitnehmer in der Regel zuverlässig, loyal und bereit, ihr Wissen an Jüngere weiterzugeben.

Die Projektleitung von „50plus“ hat viele Unternehmen angesprochen. Diese haben sich nach Auskunft des Ersten Kreisbeigeordneten Schellhaas enorm gut beteiligt und damit Interesse an einer Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Politik und Wirtschaft gezeigt, damit ältere arbeitslose Menschen wieder Arbeit finden.

Drei Unternehmen aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg und drei aus dem Kreis Offenbach haben sich im Zusammenhang mit 50plus besonders bewährt und wurden daher ausgezeichnet. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg sind es die Firma Habasit Rossi in Eppertshausen, die Bäckerei Schellhaas in Groß-Bieberau und die Firma Riegelhof & Gärtner in Weiterstadt. Allen drei Unternehmen sei eigen, führte Rosemarie Lück, Leiterin der Kreisagentur für Beschäftigung, bei der Preisverleihung aus, dass sie auf das Know-How älterer Mitarbeiter bauen und erkannt haben, dass Erfahrung im Betriebsablauf unersetzlich ist. Wobei die Firma Riegelhof und Gärtner bereits bei einer bundesweiten Veranstaltung für ihren besonderen Einsatz für ältere Arbeitnehmer geehrt worden sei.

Passend zum Thema hielt Prof. Dr. Michael Kastner von der TU Dortmund einen Vortrag zum Thema „Ganzheitliches Gesundheitsmanagement in Organisationen“ und legte seinen Zuhörern nahe, dass man die Sichtweise des menschlichen Verhaltens ändern müsse.

In einer Zeit, in der alles komplexer werde, schneller gehen müsse und der normale Mensch dies eigentlich nicht mehr bewältigen könne, gelte es, sich mehr um die Mitarbeiter in den Unternehmen und Verwaltungen zu kümmern. Gefragt sei, erläuterte Kastner, ein Handeln unter dem Aspekt der emotionalen Intelligenz.

Quelle: op-online.de

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