An Ersten Weltkrieg erinnernder Sandstein-Soldat kommt neben Friedhofs-Pieta

Mahnmal im Doppelpack

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Niedergelegtes Mahnmal an den Ersten Weltkrieg: Der Sandsteinkrieger bedarf noch der Sanierung. Fotos: Th. Meier

Eppertshausen - Eigentlich sollte er seit dem vergangenen Volkstrauertag schon wieder standhaft auf seinem Sockel stehen, den Gewehrlauf fest umklammert, und mahnend an die Toten des Ersten Weltkrieges erinnern. Von Thomas Meier

Doch der sandsteinerne Soldat liegt derzeit noch immer unter einer Plastikplane behelfsmäßig gelagert auf dem neuen Friedhof. Aber schon bald soll das stolze Mahnmal zu neuem Leben erweckt und neben dem Denkmal an das Grauen im Zweiten Weltkrieg aufgerichtet werden. Die Mitglieder des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses werden sich am Montag, 20. Juni, vor Ort kundig machen und Vorgaben erarbeiten, wie das Mahnmal-Ensemble einmal ausschauen soll.

Neben dieser Pieta soll schon bald der Soldat stehen.

Im Zuge der Umbauarbeiten im Bereich der Dieburger Straße musste das Ehrenmal Ende 2009 vor der katholischen Kirche demontiert werden. Das Grundstück, auf dem es bis dahin stand, wurde als Tauschparzelle für den neuen Kreisverkehrsplatz am Ortseingang Eppertshausens benötigt. Eine Wiederaufstellung dort ist also nicht möglich. Rund 3 500 Euro ließ sich die Gemeinde allein den Umzug auf den Alten Friedhof durch einen Steinmetzbetrieb kosten.
Hier soll nun die bereits vorhandene Fläche des Ehrenmales für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges umgestaltet werden. Vorgesehen ist, die wenig schön anzuschauenden Waschbetonplatten und die Pflanzflächen bis auf einige Solitärpflanzen zu entfernen. Die Sträucher, so der Vorschlag aus der Verwaltung, sollten großzügig zurückgeschnitten werden, wobei ein Sichtschutz zum angrenzenden Wirtschaftsbereich stehen bleibt.

Beide Ehrenmale werden auf dieser Fläche angeordnet. Wie der rote Sandsteinkrieger neben dem zweiten, weißen Mahnmal, ein weißer Steinsockel mit stilisierter Skulptur einer Pieta und zwei Stelen mit den Namen der Gefallenen, platziert werden soll, obliegt der Entscheidung der Politiker.

Das zwischengelagerte Denkmal bedarf vor Neuaufstellung noch einer Überarbeitung. Die Steinmetzarbeiten müssen nach Beschluss in der Gemeindevertretung, der am 21. Juni erfolgen soll, ausgeschrieben werden. Zwar ist im Haushalt Geld für das Projekt vorgesehen, doch was es letztlich kosten wird, lässt sich vor der endgültigen Ausarbeitung noch nicht beziffern.

Quelle: op-online.de

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