Bürgermeisterwahl in Eppertshausen

Meriten an Wehr, Kerb und Park 45

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Carsten Helfmann grüßt am Ortseingang von Eppertshausen. Seine Wahlplakate sind im Ort eher spärlich verteilt, ohne Gegner hat er auch nicht mehr nötig.

Eppertshausen - Vor der Bürgermeisterwahl in Eppertshausen kann Amtsinhaber und einziger Bewerber Carsten Helfmann auf eine aussagekräftige Bilanz verweisen. 

In Zeiten, in denen Städte und Gemeinden allerorts unter hohen Ausgaben und sinkenden Einkünften ächzen, die meisten mit ausgeglichenen Haushalten zu kämpfen haben und sehr vielen ein Haushaltskonsolidierungskonzept auferlegt wird, ist Eppertshausen ein positives Beispiel. Die Gemeinde wächst stetig – sowohl bezogen auf die Einwohnerzahl als auch wirtschaftlich – und ist finanziell solide aufgestellt. Über zwei Amtsperioden hat die Gemeinde unter Führung von Bürgermeister Carsten Helfmann (CDU) einige vorzeigbare Entwicklungen hinter sich gebracht. Bei der Bürgermeisterwahl am 21. September dieses Jahres wirbt Helfmann bei den Bürgern um das Vertrauen für eine dritte Amtsperiode. Als einziger Kandidat. Ein guter Anlass, Bilanz zu ziehen und auf das Erreichte zurückzublicken. In Helfmanns erster Amtsperiode von 2003 bis 2009 ging er die Erschließung und Vermarktung des Baugebietes „Auf der Bayerswiese“ an: Die Ausgaben für die Kommune lagen bei 1,2 Millionen Euro, die Einnahmen bei 1,4 Millionen.

Es folgten Neubau und Erweiterung der Kläranlage (3,4 Millionen Euro) und die Einführung der kommunalen Jugendarbeit und Eröffnung des „Jugendcontainers“. Die Erneuerung des Rad- und Fußwegs zwischen „Im Failisch“ und Kurt-Schumacher-Straße schlug mit 45.000 Euro zu Buche. Wichtig waren die Einführung der Kleinkindbetreuung in der Kindertagesstätte „Sonnenschein“ sowie die Erschließung und Vermarktung des Gewerbegebiets Park 45. Bei letzterem Projekt standen Ausgaben von zehn Millionen Euro Einnahmen in Höhe von aktuell zwölf Millionen gegenüber. Auch die Erstellung eines Spielraum- und Spielplatzentwicklungskonzeptes brachte Helfmann auf den Weg sowie den Kauf eines Hilfeleistungs-Löschfahrzeuges für die Feuerwehr für immerhin 300.000 Euro. Spaßig wurde es bei der Ausrichtung der „Eppertshäuser Seifenkistenrennen“, wichtig war dem Verwaltungschef die Einführung vom „Kleinen Eppertshäuser“, einem Verkehrssicherheitskonzept für Schüler. Den Bau des „Spielplatzes Bayerswiese“ ließ sich die Gemeinde 55.000 Euro kosten.

Überzeugungskraft statt Kosten für Kerb

Die Wiederbelebung der „Eppertshäuser Kerb“ in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche und den Ortsvereinen hingegen war durch Überzeugungsarbeit geleistet worden. Helfmann machte sich für kostenfreies Mittagessen in den Kindertagesstätten und Schulen für bedürftige Kinder stark, ebenso für die Mobilität für alle mit der Einführung „Eppertshausen Mobil“. Seine zweite Amtsperiode von 2009 bis 2015 ist ebenfalls recht vielfältig. Wichtiges Projekt war die Erschließung und Vermarktung des Baugebiets „Im Eichstumpf“ (Ausgaben 3,9 Millionen, Einnahmen 5,7 Millionen Euro). Und für viele Bürger mindestens ebenso wichtig: Hurra! Es gibt wieder Kerbmädels und Kerbborschen. Die grundhafte Sanierung der Sporthalle schlug mit 650.000 Euro zu Buche, mit 73.000 Euro fiel die Errichtung der Bushaltestelle Eppertshausen Ost günstig aus. Für unsere Kleinsten kam die Einführung des Projekts „Schutzburg“. Auch die Einweihung der ständig besetzten DRK-Rettungswache im Park 45 konnte gefeiert werden, ebenso der Ausbau der Kindertagesstätte St. Sebastian für die Kleinkindbetreuung für 580.000 Euro.

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Ein wahrlich „verbindendes Ereignis“ stellt für Bürgermeister Helfmann die Gewerbemeile dar, nicht nur der 140 Stände zwischen Eppertshausen und Münster wegen. An Sanierungen standen die Babenhäuser-, Dieburger- und Hauptstraße mit Kosten von 1,2 Millionen Euro an. Die Gründung „Eppertshäuser Sozialfond“ für benachteiligte Kinder war zu verzeichnen, ebenso die Neugestaltung der Gedenkstätten am Alten Friedhof. Ein Riesenprojekt war der Bau und die Einweihung der Bürgerhalle für 4,5 Millionen Euro, an dem Helfmann maßgeblich beteiligt war. Hierzu gehört auch die Realisierung des Jugendtreffs (125.000 Euro). Es gab zahlreiche Neujahrskonzerte und Neujahrsempfänge. Und die Erstellung des Wilhelm-Körner-Platzes, der als Festplatz und Parkmöglichkeit genutzt werden kann (170.000 Euro) sowie die Einführung naturnaher Bestattungen in der Abteiruhe (60.000 Euro) sollen nicht unerwähnt bleiben.

tm

Quelle: op-online.de

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