Großes Bekenntnis zum Standort

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Wirtschaftsminister Florian Rentsch (3. von rechts) ließ sich von Bau- und Wirtschaftsingenieur Andreas Brockhaus (links) den Hallenbau im Park 45 erläutern.

Eppertshausen - Großer Bahnhof zum Richtfest am Logistikzentrum der Firma AC-Motoren an der Einsteinstraße im Park 45. Von Thomas Meier

Nicht nur Wirtschaftsminister Florian Rentsch gab sich die Ehre, auch Landtagsabgeordnete, der Vizepräsident der Handwerkskammer Rhein-Main Klaus Nennhuber, Kreis- und Kommunalpolitiker sowie heimische Banker und viele Geschäftsleute waren gekommen, den Neubau auf dem 26.400 Quadratmeter großen Grundstück zu inspizieren und dem Familienunternehmen von Jürgen Klussmann Glück zu wünschen.

Mit dem Umzug von Rodgau nach Eppertshausen auf das ehemalige Eissner-Gelände erweitert die AC-Motoren GmbH ihr Lager von bisher 16 000 auf 28.000 Paletten. Die neue Halle ist 16.000 Quadratmeter groß und 11,5 Meter hoch. Rund 70 Beschäftigte ziehen mit dem Betrieb nach Eppertshausen, bereits im Juni soll mit dem Einräumen der Regale begonnen werden.

Erhalt von Familienunternehmen

Olaf Gellenbeck, Zimmerermeister und Juniorchef gleichnamiger Firma aus Münster (Mitte), sprach den Richtspruch, den Firmenchef Jürgen Klussmann (rechts) amüsiert verfolgte.

„Die AC-Motoren GmbH ist in der Region Südhessen seit 15 Jahren eine feste Größe, und das neue Logistikzentrum ein weiterer Meilenstein und ein Bekenntnis zum nachhaltigen Ausbau des Standorts. Das zeigt, dass das Unternehmen und die Mitarbeiter sich in der Region wohlfühlen“, sagte der Wirtschaftsminister, der Klussmann vor allem als Familienunternehmer Respekt zollte. Die Mittelständler seien es, die den Erfolg der hessischen Wirtschaft auszeichneten, ihr Rückgrat bildeten. Und zehn Millionen Euro für ein neues Logistikzentrum zu stemmen, sei für ein reines Familienunternehmen ein ganz besonderer Akt. „Das zeigt, dass das Unternehmen und die Mitarbeiter sich in der Region wohlfühlen“, sagte der Minister. Familienunternehmen wie AC Motoren stünden für den wirtschaftlichen Erfolg, die Verwurzelung in der Region und ein großes Engagement. Der Erhalt von Familienunternehmen in Hessen sei daher eine der zentralen wirtschaftspolitischen Aufgaben der kommenden Jahre.

Weitere 70 Arbeitsplätze folgen

Besonders beeindruckt zeigte sich der Gast aus Wiesbaden auch von der Verquickung der hessischen Erfolgsgeschichte mit außenwirtschaftlichen Aktivitäten. Seit 1998 werden Motoren für den Antrieb von Pumpen, Zerhackern, Kompressoren und Gebläsen aus Ost-Europa und besonders aus Fern-Ost von AC-Motoren importiert. Die Motoren eignen sich durch ihre robuste Auslegung für nahezu jeden Anwendungsbereich. So ist die Firma aus dem Rodgau einer der großen Importeure. Täglich kommen fünf Container aus China. Mit seinen 70 Beschäftigten erwirtschaftete das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatz von 42 Millionen Euro.

Klar, dass sich über einen solchen Neuansiedler besonders Bürgermeister Carsten Helfmann freut. Der frischgebackene Papa schaute mit Frau und Töchterchen in der riesigen Halle vorbei, um daran zu erinnern, dass erste Ansiedlungs-Gespräche mit Klussmann bereits auf 2008 zurückgingen. „Leider haben sich aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise die Verhandlungen etwas verzögert, aber aufgrund der Qualität ihrer Motoren sind sie gestärkt aus allem herausgekommen und wir konnten die Grundstücksverhandlungen neu aufnehmen.“

Helfmann sagte, der Park 45 werde bereits ab Juni weitere 70 Arbeitsplätze anbieten, die zwar kurzfristig erst mal von Rodgau nach Eppertshausen verlagert würden, „aber langfristig auch von Eppertshäusern besetzt werden können“.

Quelle: op-online.de

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