Landestag der Sprachheilpädagogik

„Nichts tun ist unterlassene Hilfe“

+
Die Mira-Lobe-Schule bietet ihren Kindern viele Angebote, nicht nur in den gut ausgestatteten Klassenräumen. Über ihre Arbeit in der Sprachheilpädagogik informieren die Förderschule am Mittwochnachmittag in Kurzreferaten und bei Rundgängen.

Eppertshausen - Für Mittwoch, 13. November, hat die Deutsche Gesellschaft für Sprachheilpädagogik, Landesgruppe Hessen, zu einem Tag der Sprachheilpädagogik aufgerufen. Die Mira-Lobe-Schule lädt zu einem Informationsnachmittag ein.

Offizieller Beginn ist um 16 Uhr mit Kurzvorträgen zu Sprachauffälligkeiten und Förderangeboten der Sprachheilschule. Anschließend besteht bis 18. 30 Uhr Gelegenheit, bei einem Rundgang an verschiedenen Stationen die Räumlichkeiten und Förderangebote der Sprachheilschule kennen zu lernen.

Themen sind unter anderem Lesenlernen in der Sprachheilschule. Lernen mit allen Sinnen, der Förderansatz in den Vorklassen, Mathematik und Sprache, Lernsoftware in der Sprachheilschule, Prävention sowie die Sprachheilschule als Durchgangsschule. Außerdem stehen die Eltern in einem Elterncafé sowie die Schulleitung als Ansprechpartner zur Verfügung.

Förderung sprachbeeinträchtigter Kinder

Ziel des Aktionstages ist die Wirksamkeit von Sprachheilpädagogik in unterschiedlichen Organisationsformen zu zeigen. Durch die fachkompetente Förderung wird Kindern mit Sprachauffälligkeiten eine schulische und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht – dem gegenüber können nicht behandelte sprachliche Beeinträchtigungen zu einem schulischen und gesellschaftlichen Ausschluss der Betroffenen führen.

Fachpädagogen beobachten seit Jahren eine steigende Anzahl von Kindern mit Sprachbeeinträchtigungen. Grund: veränderte gesellschaftliche und medizinische Bedingungen. Auch schulische Veränderungen, einhergehend beispielsweise mit der Inklusion, bergen Risiken und bilden ein neues Aufgabenfeld für Regelschullehrkräfte.

„Die Förderung sprachbeeinträchtigter Kinder muss früh und intensiv erfolgen“, erklärt Jutta Meier, Leiterin der Mira-Lobe-Schule. Abwarten könne die Verfestigung von Sprachfehlern und die Entstehung von Folgebehinderungen bewirken: „Nichts tun ist unterlassene Hilfeleistung und behindert das Kind auch in seiner allgemeinen Entwicklung.“ Schulen mit dem Förderschwerpunkt Sprache böten den Kindern vorbeugende Angebote, intensive Förderung und haben die Rückschulung in die allgemeine Schule zum Ziel.

Halloween-Night in der Thomashütte

Halloween-Night in der Thomashütte

„Badesalz“ aus Frankfurt unterstützt als Schirmherrenduo den Tag der hessischen Sprachheilpädagogik. „Sprache verständlich und kreativ benutzen und Sprache – auch in ihren Feinheiten – zu verstehen ist unser gemeinsames Anliegen“, sagt Hendrik Nachtsheim.

(tm)

Quelle: op-online.de

Kommentare