Mit Maske und eigenem Kuli

Bürgermeisterwahl in Eppertshausen unter Pandemiebedingung

Mitarbeiter des Rathauses und Hausmeister der Stephan-Gruber-Schule legten gestern Nachmittag Hand an, die Wahllokale mit Spuckschutz, Corona-Hinweistafeln, Wahlkabinen und Wahlurnen und mehr auszustatten.
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Mitarbeiter des Rathauses und Hausmeister der Stephan-Gruber-Schule legten gestern Nachmittag Hand an, die Wahllokale mit Spuckschutz, Corona-Hinweistafeln, Wahlkabinen und Wahlurnen und mehr auszustatten.

36 Wahlhelfer treten am Sonntag an, die Bürgermeisterwahl unter Corona-Bedingungen zu stemmen. Eine große Zahl von Bürgern nutzte bereits die Briefwahl. Auch wenn die Wahlbeteiligung wohl nicht sehr hoch ausfallen dürfte, wird großer Aufwand um den Urnengang betrieben.

Eppertshausen – Die große Frage zur Bürgermeisterwahl in Eppertshausen lautet morgen Abend sicher nicht, wer denn zum Bürgermeister gewählt worden sein wird, sondern wie viele Wahlberechtigte sich aufgemacht haben werden, dem Amtsinhaber Carsten Helfmann zur vierten Amtszeit zu verhelfen.

Bei der vergangenen Bürgermeisterwahl 2014 waren in Eppertshausen 4689 Bürger wahlberechtigt. Von insgesamt 513 Wahlberechtigten wurden damals im Vorfeld Briefwahlunterlagen beantragt. An der Wahl nahmen 1903 Wähler teil, davon 492 per Briefwahl, was einem Anteil von 25,9 Prozent entspricht.

In diesem Jahr verzeichnet Eppertshausen 4748 Wahlberechtigte. Bis gestern Vormittag hatten 1 151 Bürger Briefwahlunterlagen beantragt. Und Wahlberechtigte mit plötzlich auftretenden Krankheitssymptomen können heute von 10 bis 12 Uhr Briefwahlunterlagen im Rathaus beantragen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, am Wahlsonntag bis 15 Uhr im Wahlbüro der Schule Briefwahlunterlagen abzuholen.

Der Urnenwahl wird auch in Pandemiezeiten Priorität eingeräumt. Dass es in Münster im April ausschließlich eine Briefwahl fürs Bürgermeisteramt gegeben hatte, bedurfte einer Ausnahmegenehmigung des Landes. Nun hat der Berechtigte die Wahl: per Brief oder an der Urne.

Für den Urnengang in den drei Wahlbezirken – alle untergebracht in der Stephan-Gruber-Schule im Niederfeld – gelten besondere Schutzmaßnahmen. Da herrscht beispielsweise die Maskenpflicht wie in allen öffentlichen Räumen. Auch im Wahllokal wird sich nicht demaskiert. Es sei, der Wahlvorstand, vor dem sich die Wähler auch ausweisen können müssen, verlangt ein kurzes Absetzen der Maske. Und freilich wird auf Abstand geachtet, zwei Meter gibt die Gemeinde hier vor.

Wie Wahlleiter Volker Murmann erläutert, gibt es für die Wahlhelfer Einmalhandschuhe. Desinfektionsmittel stehen an allen Eingangsbereichen zu den Wahlbüros parat, es gibt für Vergessliche auch genügend Mund-Nase-Bedeckungen. Und auch Kugelschreiber liegen in großer Zahl parat, wenngleich die Empfehlung herausgegangen ist, dass die Wahlberechtigten doch bitte eigene Stifte mitbringen sollten. Die Stifte, die für mehrfaches Kreuzchenmachen ausliegen, werden immer wieder desinfiziert. Und auch die Wahlkabinen erfahren stetige Reinigung.

Bürgermeister Carsten Helfmann appelliert an jene, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen dürfen, sie vielleicht dennoch für die kurze Zeit des Wahlaktes aus Schutz für die Wahlhelfer und anderen Bürger aufzusetzen. Und er machte gestern auf ein Angebot des Rathauses aufmerksam, das kurzfristig beschlossen wurde: Da der Sitzungssaal nicht wie bei früheren Wahlen für ein Verfolgen der Auszählungsergebnisse nach der Wahl am Abend geöffnet werden kann, will man Interessierten dennoch ein Live-Erlebnis vermitteln: Im Vorraum des Rathauses am Franz-Gruber-Platz wird ein Beamer die Ergebnisse aus den Wahllokalen direkt nach der Auszählung auf eine Leinwand werfen, die von außen sichtbar sein wird.

Bürgermeister Helfmann gibt sich optimistisch, dass schon bald nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr mit ersten Ergebnissen zu rechnen sein wird. Am längsten dürfte die Auszählung der Briefwahl dauern. Hier sammeln sich dieses Jahr die mit Abstand meisten Stimmen an.

Sofort wenn das vorläufiges Ergebnis der Bürgermeisterwahl feststeht, wird es auch auf die Homepage der Gemeinde gestellt. (Thomas Meier)

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