Mitten in Eppertshausen etwas fürs Erdklima tun

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Stehen hinter dem Weltladen (von links): Ibrahim Zayed, Klemens Euler, Veronika Pohl-Stemme, Elfriede Beetz, Mechtild Murrmann und Charles Ross.

Eppertshausen - „Fairer Handel trägt zu besserem Klima bei, deswegen liegt der Schwerpunkt des heutigen Weltladentags auch auf diesem Thema“, erklärt Klemens Euler, Vorstand des Weltladens in Eppertshausen. Von Verena Scholze

Als Beispiel nennt Euler den Schwerpunkt Tee-Anbau in Afrika. „Man versucht dort, den Anbau zu steuern. Rooibostee wird umweltschonend angebaut, ohne Einsatz von Pestiziden. Auch beim Transport von Waren herrscht der Gedanke des Gebens und Nehmens, Transportfahrzeuge werden sinnvoll eingesetzt und so umweltfreundlich genutzt“, sagt Euler.

Weltläden sind die Fachgeschäfte für Fairen Handel. Ihr Ziel ist es, zu mehr Gerechtigkeit in den Handelsbeziehungen zwischen den Ländern beizutragen. Um dieses Ziel zu erreichen, verkaufen Weltläden Produkte aus Fairem Handel, beteiligen sich an politischen Kampagnen und leisten Informations- und Bildungsarbeit zu Fragen rund um den Fairen Handel. Weltläden setzen sich für ökologischen Anbau und umweltfreundliche Herstellungsverfahren ein. Partner der Weltläden sind vor allem kleinbäuerliche Betriebe, Genossenschaften, Handwerker, Plantagenarbeiter, Kleinfirmen und Selbsthilfegruppen in den Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas sowie von Importorganisationen des Fairen Handels (etwa BanaFair, gepa, el puente, dwp).

Das Mehreinkommen aus dem Fairen Handel wird von den Produzenten für Sozialprojekte, Bildungsprogramme, ökologische Investitionen und die Verbesserung der Infrastruktur verwendet. Fairer Handel ist nicht gewinnorientiert. Das typische Sortiment eines Weltladens umfasst einerseits die klassischen Produkte wie Kaffee, Tee, Kakao, Honig, Gewürze, Zucker, Fruchtsäfte und getrocknete Früchte, andererseits aber auch Kunsthandwerk aus diesen Ländern wie Körbe, Taschen, Musikinstrumente, Dekorationsfiguren, Kleidung und Hängematten.

Der Weltladen in Eppertshausen wurde 1993 eröffnet. Nachdem er die ersten Jahre auf der Hauptstraße ansässig war, zog er im Jahr 1999 an den Franz-Gruber-Platz um. Dort wurden nicht nur die Räume, sondern auch das Sortiment erweitert. Ein Schwerpunkt liegt beim Angebot des Kunsthandwerks. „Wir bieten viele Dinge aus Recycling an, nicht nur Wiederverwendetes aus Metall, sondern auch Schürzen aus Rice-Bags oder wunderschöne Seidentaschen“, führt Klemens Euler an, dessen Laden viele Stammkunden zählt.

Während der Vorbereitung hatte man in Eppertshausen „Danke“-Anhänger verteilt, die einerseits auf den Klimawandel hinweisen und an die Nutzung von Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln appellieren sollten und andererseits einen Gutschein für ein klimafreundliches Getränk beinhalteten. Infos gibt’s unter:  http://www.weltladen-eppertshausen.de

Quelle: op-online.de

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