Zwischen Münster und Eppertshausen

Lohnende Kooperation

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Freude über den Bewilligungsbescheid für ein Projekt der interkommunalen Zusammenarbeit: Jugendpfleger René Bach, Eppertshausens Bürgermeister Carsten Helfmann, Staatssekretär Werner Koch und Münsters Bürgermeister Walter Blank.

Eppertshausen - Was jede einzelne Kommune durch eine engere Zusammenarbeit künftig jährlich einspart, geschätzte runde 40.000 Euro, wurde gestern vom Land nochmals mit 50.000 Euro honoriert. Von Thomas Meier 

Staatssekretär Werner Koch aus dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport überbrachte gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Kompetenzzentrums für interkommunale Zusammenarbeit, Claus Spandau, einen Bewilligungsbescheid in dieser Höhe in Eppertshausens Rathaus an Bürgermeister Carsten Helfmann und seinen Amtskollegen aus Münster, Walter Blank. Gefördert wird mit dem Betrag die gemeinsame Jugendpflegerstelle der Kommunen. Genauer: eine Kooperation im Kinder-, Jugend- und Seniorenbereich.

Münster und Eppertshausen rücken schon seit vielen Jahren immer enger zusammen. Nicht nur die Wirtschaftsförderung, das Standesamt und die Bauschuttdeponie werden interkommunal genutzt, sondern es gibt seit einiger Zeit auch einen gemeinsamen Sozialpädagogen, der die Jugendlichen aus beiden Gemeinden betreut.

Am 17. Januar 2011 begann die „interkommunale Zusammenarbeit“ der beiden Nachbarn im Bereich der Jugendpflege, mittlerweile betreut mit René Bach bereits der zweite Jugendpfleger für die beiden Orte die Jugendlichen in Münster und Eppertshausen. Schon 2011 wurden beide Bürgermeister in Wiesbaden vorstellig, um an die seit 2010 in Aussicht gestellten Förderungen für beispielhafte interkommunale Zusammenarbeit zu gelangen.

Vernetzte Angebote

„Es hat ein bisschen länger gedauert“, schmunzelte so auch der Staatssekretär Koch, an den schleppenden Beginn der Landesaktion erinnernd. Mittlerweile seien über 400 Projekte angemeldet worden, von allerdings weitaus weniger Kommunen, denn viele Orte meldeten gleich mehrere Vorhaben an. Habe man Anfangs noch den Bürgermeistern erst einmal klar machen müssen, worum es bei den angestrebten Kooperationen von Nachbargemeinden gehe, so liefen mittlerweile zahlreiche gebündelte Projekte. Rund 100 Förder-Bewilligungen seien bislang ausgesprochen worden. Grund für das Auflegen des Fördertopfes im Land ist Koch zufolge die klamme Haushaltslage und die demographische Entwicklung.

Claus Spandau erläuterte, warum das Projekt Münster/Eppertshausen bedacht worden ist: „Durch die verstärkte Zusammenarbeit der beiden Kommunen im Kinder-, Jugend- und Seniorenbereich können Bildungs- und Betreuungsangebote vernetzt, Leistungsangebote verbessert und Standorte erhalten bleiben.“ Ein Mitarbeiter koordiniere Projekte und Veranstaltungen für diese Klientel für beide Gemeinden. „Mit der Bündelung wird es möglich sein, zwischen den Generationen Projekte ins Leben zu rufen“, sagte Spandau.

Quelle: op-online.de

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