Kurs des Kreis-Chorverbandes

Musiktheorie mit viel Spaß vermittelt

+
Im Kurs „Singen nach Noten“ vermittelte Hans-Dieter Müller (ganz rechts) nicht nur „graue“ Theorie, auch Gesangs- und Rhythmusübungen standen auf dem Programm.

Eppertshausen - Aktiven Sängerinnen und Sängern in leicht verständlicher Weise und mit viel Spaß die Musiktheorie näher zu bringen, das war das Ziel einer Fortbildungsveranstaltung mit dem Titel „Singen nach Noten“ des Kreis-Chorverbands Dieburg. Von Stephanie Stiefler 

Singen im Chor macht Spaß, ist gut für Körper und Geist – das ist bekannt. Um in einem Chor zu singen, benötigt man meist keine Vorkenntnisse. Aber es erleichtert das Einüben neuer Lieder, wenn die Sänger alle Zeichen verstehen, die auf einem Notenblatt vorkommen. Und noch besser ist es, wenn man „vom Blatt“ singen kann. Um diesem Ideal näher und den Geheimnissen von Notenwerten, Dynamikzeichen, Tonarten und Intervallen auf die Spur zu kommen, trafen sich 23 Sänger seit September einmal wöchentlich zur Fortbildung mit dem Titel „Singen nach Noten“ in Eppertshausen.

Leiter und Entwickler des Kurses ist Hans-Dieter Müller, Chorleiter, versierter Musiker sowie Haupt- und Realschullehrer, der den Chorsängern mit viel Elan und Ideenreichtum die teils nicht so einfache Materie näher brachte. „Viele Hobby-Sänger möchten sich gerne besser in der Musiktheorie auskennen, das habe ich in allen meinen Chören immer wieder gemerkt“, so Müller. Deshalb bot der Chorleiter schon 2012 in Eppertshausen einen Workshop mit diesem Inhalt an, und zwar nicht nur für die Sänger der Germania Eppertshausen, die Müller leitet – auch Mitglieder anderer Chöre nahmen teil.

Jährliches Stimmbildungsseminar

Hans-Dieter Müller ist auch im Musikausschuss des Kreis-Chorverbandes tätig, dessen Ziel es unter anderem ist, Kurse für Sänger anzubieten, die diesen im Hinblick auf den Chorgesang nutzen können. „Schon seit Jahren organisieren wir einmal jährlich ein Stimmbildungsseminar für alle Sänger der Mitgliedsvereine, welches bestens angenommen wird“, so Müller. In dieses Konzept passt der Kurs „Singen nach Noten“ sehr gut. So schlug Müller vor, diesen für alle Sänger der Mitgliedschöre anzubieten.

Das fand Anklang – so besuchten 19 Damen und vier Herren, die in Chören in Dieburg, Eppertshausen, Babenhausen, Groß-Umstadt, Messel und Nieder-Roden aktiv sind, 15 Wochen lang diesen Kurs. Dabei lernten sie viel Wissenswertes über Musiktheorie, wobei die Praxis nie zu kurz kam – und der Spaß schon gar nicht. Da wurde, um die Notenwerte zu üben, ein „Musikalisches Menü“ sowie ein „Fußball-Report“ als Sprechgesang erarbeitet. Auch wissen die Chorsänger nun beispielsweise, dass die beiden ersten Töne von „O Tannenbaum“ eine Quarte bilden, die ersten Töne von „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ eine Quinte, sie können Wiederholungszeichen deuten und kennen sich mit Dynamikzeichen aus.

Frankfurt feiert Chorfest

Frankfurt feiert Chorfest

„Ich singe schon seit vielen Jahren im Chor“, erzählt eine Dame mittleren Alters. „Vieles aus diesem Kurs hat mir sehr geholfen. Jetzt verstehe ich auch die Einsingübungen, die wir in unserem Chor immer zu Beginn der Proben machen“, sagt sie lächelnd. Und ein Herr ergänzt: „Jetzt kann ich ein Lied, dass mir unbekannt ist, anhand der Noten selbst erarbeiten. Das finde ich prima.“

„Auch mir macht dieser Kurs viel Spaß, die Rückmeldungen sind sehr positiv“ freut sich Müller. Bestätigt durch diesen Erfolg kann sich der Vollblut-Musiker eine Wiederholung des Kurses im Herbst 2014 gut vorstellen.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare