Muslimische Jugend beseitigt Raketenmüll

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Die Jugend der Ahmadiya-Gemeinde beseitigte die „Flurschäden“ der Neujahrsfeiern in Eppertshausen.

Eppertshausen ‐ Während die meisten Eppertshäuser Bürger am Neujahrsmorgen noch geschlafen haben, waren schon ab 8 Uhr einige fleißige Einwohner mit Handschuhen und Müllsammelzangen unterwegs, um den Rathaus- und den Feuerwehrplatz von den Resten des nächtlichen Feuerwerks zu befreien. Von Jasmin Frank

„Der Sinn und Zweck der Jugendorganisation ist, der Menschheit zu dienen“, lautet die Maxime des Vereins „Ahmadiyya Muslim Jamaat“ und gilt alt Leit- und Lehrsatz der ehrenamtlich Tätigkeiten der dortigen Abteilung „Waqar-e-Amal'', übersetzt „Ehrenvolle Arbeit“. Die Reformgemeinde des Islam ist in ganz Deutschland vertreten und hat auch in Eppertshausen eine Jugendorganisation mit insgesamt 32 Mitgliedern, die zwischen 15 und 40 Jahre alt sind. Ferner gibt es eine ihr untergeordnete Kinderorganisation, in der sieben Kinder aktiv sind.

Schon seit vielen Jahren ist es mittlerweile eine gute Tradition, dass die muslimischen Gemeindemitglieder am ersten Tag des neuen Jahres am frühen Morgen in ganz Deutschland unterwegs sind um, während sich ihre christlichen Mitbürger noch vom Feiern ausruhen, die Verschmutzungen der Silvesternacht entfernen. „Für uns ist das ein Zeichen dafür, das wir uns dieser Gesellschaft zugehörig fühlen und gerne für unsere Mitmenschen, egal welcher Religion sie angehören, da sind“, so Rafiq Butt, der nicht nur in seiner Gemeinde engagiert ist, sondern auch als Hausmeister an der Stephan-Gruber-Schule schon den Flohmarkt zu Gunsten von Afghanistan initiiert hat.

Aufräumarbeiten dauern gerade einmal 75 Minuten

Am Neujahrsmorgen fanden sich auf den Eppertshäuser Plätzen 31 Teilnehmer für die Reinigungsaktion ein, nachdem sie den Tag gemeinsam mit dem Morgengebet und einem stärkenden Frühstück begonnen hatten.

Schon um 8 Uhr konnten sich die Eppertshäuser die müden Augen reiben, um zu sehen, wie die fleißigen Männer binnen 75 Minuten den Müll der vorangegangenen Nacht vollständig aufsammelten. Insgesamt konnten so trotz aufkommender Schwierigkeiten bei den Aufräumarbeiten durch die Schneefälle der vorangegangenen Tage insgesamt zwölf Müllsäcke gefüllt werden. Auch die kommunale Gemeinde ist des Lobes voll und freut sich über die traditionelle Unterstützung der rührigen Truppe.

Quelle: op-online.de

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