Nachwuchsrabatt auf Grundstückspreis

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In luftiger Höhe : Familie Sopp und Zimmermeister Herbert Horch mit Bäumchen.

Eppertshausen - 500 neue Bürger sollen nach derzeitigen Berechnungen bald im neuen Wohngebiet „Im Eichstumpf“ zu Hause sein. Von Michael Just

Vor wenigen Tagen wurde das erste Richtfest auf dem insgesamt sechs Hektar großen Areal gefeiert. Neben den bereits zwei existierenden Fertighäusern bauen Ramona und Volker Sopp noch traditionell „Stein auf Stein“. So gab es einen Richtspruch und sogar ein Spanferkel, zu dem alle am Bau beteiligten Arbeiter eingeladen waren.

„Den Bauherren und seinen Lieben - möge nie ein Leid betrüben“ reimte Zimmerermeister Herbert Horch in seinem Richtspruch, bevor er sein Trinkglas zum Gelingen der gewünschten Fügung aufwarf.

Nach der feierlichen Fertigstellung der Erschließungsarbeiten Anfang Dezember 2008 wurde am 9. Februar dieses Jahres zum ersten Mal Erde für einen Hausbau bewegt. „Mittlerweile hat sich schon viel getan“ weiß Bürgermeister Carsten Helfmann: „Von den 53 Gemeindegrundstücken sind 31 verkauft.“

Den Bauplatz hatte das Ehepaar Sopp aus Dietzenbach im Internet gesehen. „Zielvorgabe war es, ein Haus im Umkreis von 20 Kilometer von Frankfurt zu bekommen“, erzählt der Familienvater, der als Berufsfeuerwehrmann in Frankfurt arbeitet.„Zwar gab es noch andere Favoriten, letztlich hat Eppertshausen dann aber gesiegt“, ergänzt der 37-Jährige. Für die Kaufentscheidung waren mehrere Faktoren verantwortlich: „Das Hauptargument für uns war natürlich der Familienbonus. Für jedes Kind bekommt man nämlich hier zwölf Prozent auf die Kaufpreissumme des Bauplatzes“, hebt Ramona Sopp hervor. „Ein Hausbau ist finanziell immer ein Kraftakt. Da lohnen sich zwölf Prozent schon“,konstatiert sie. Einen Sohn haben die Sopps. Und sie erzählt von der zukünftigen Nachbarsfamilie, die vier Kinder mitbringt. Insgesamt sind bis zu 36 Prozent Rabatt möglich. Durch diese familienfreundliche Handhabe kann sich Sohn Fabio (2) sicher sein, dass es ihm zukünftig an Spielkameraden nicht mangelt. Die jüngste Erhebung im Dezember besagt, dass derzeit für 19 neue Kindergartenkinder im Eichstumpf geplant werden muss. „Alle Kinder sind fast im gleichen Alter. Das ist genau das, was man sich für ein Neubaugebiet wünscht“,lobt das Paar.

Weitere Gründe für den Hausbau in Eppertshausen waren für sie die ländliche Gegend sowie die gute Verkehrsanbindung mit der nahen B45 und der Dreieichbahn beziehungsweise dem S-Bahn-Anschluss in Ober-Roden. Die Zukunft sieht die kleine Familie äußerst positiv: „Vieles in Eppertshausen ist noch ein bisschen günstiger als im Kreis Offenbach. Dazu haben wir gehört, dass in Eppertshausen die Nachbarschaft gehegt und gepflegt wird.“

Positiv merken die Sopps dazu das Engagement des Bürgermeisters an: „Der hat alle vier Wochen freitags in einem Lokal in Eppertshausen ein Bauherrentreffen organisiert, bei dem man seine Nachbarn kennen lernen kann.“ Dadurch lässt sich sogar der eine oder andere Euro sparen: „Mit den anderen können wir Preise vergleichen und gemeinsame Rabatte aushandeln.“ Die Entscheidung der Sopps zugunsten von Eppertshausen fiel auf der lokalen Gewerbeausstellung „ega“, wo auch ein passendes Architekturbüro aus dem Ort gefunden wurde. Über die Tatsache, dass in Eppertshausen in nur wenigen Jahren mit der Bayerswiese gleich zwei neue Baugebiete eingeweiht wurden, zeigt sich Heidi Kramer vom Eppertshäuser Architekturbüro „Pulß & Kramer“ glücklich. So könne man sich derzeit über Aufträge aus den Neubaugebieten nicht beschweren.

„Die Wirtschaftskrise spüren wir nicht. Im Gegenteil, wir gehen jeden Abend um 23 Uhr aus dem Büro.“ Laut Kramer bringen die neuen Baugebiete dem lokalen Gewerbe einen spürbaren Aufschwung. Mittlerweile konnte Bürgermeister Carsten Helfmann Volker Sopp überzeugen, dass der Berufsfeuerwehrmann dem Eppertshäuser Feuerwehrverein beitritt. Ende des Jahres will die Familie in ihr neues Domizil einziehen.

„Meine Schwiegermutter kommt auch mit. Das gibt dann ein Dreigenerationen-Haus“,freut sich Volker Sopp. Und so können sie bald die mittlerweile viel zu klein gewordene Drei-Zimmer-Eigentumswohnung in Dietzenbach zurücklassen. Mittlerweile weht vom Rohbau der Sopps nicht weit entfernt ein weiteres kleines, buntes Bäumchen in luftiger Höhe.

Quelle: op-online.de

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