Park 45 wird um einen weiteren Betrieb bereichert

Nächster Fisch an der Gewerbe-Angel

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Der Spatenstich ist gemacht, nun folgt eine einjährige Bauzeit. Von links nach rechts: Uwe Kollmenter (Architekturbüro Kollmenter/Fink), Angela Gessler, Geschäftsführer Marcus Gessler, Giuseppe Graceffa (Deutsche Projektbau) und Eppertshausens Bürgermeister Carsten Helfmann.

Eppertshausen - Der Park 45 wird um einen weiteren Betrieb bereichert: Die Gessler Service GmbH baut dort ihre repräsentative Zentral. 40 Mitarbeiter starten hier bereits im Frühjahr 2020 durch. Von Jens Dörr 

Abgesehen von ein paar hundert Restquadratmetern werden im Eppertshäuser Gewerbegebiet Park45 nächstes Jahr die beiden letzten großen Flächen bebaut: Wie berichtet, zieht die Dieburger Günther Maschinenbau GmbH 2020 mit 90 ihrer 110 Mitarbeiter in die Einsteinstraße, errichtet sich dort ihr neues Domizil und verlegt auch ihren Firmensitz nach Eppertshausen. Gleiches hat jenes Unternehmen vor, das jetzt den offiziellen Spatenstich vornahm: Die Gessler Service GmbH baut ihre neue Zentrale neben den Fachmärkten an der Röntgenstraße. Mit der Verlegung des Firmensitzes von Nieder-Roden in den „Park45“ winken Eppertshausen nicht nur 40 weitere Arbeitsplätze, sondern auch zusätzliche Einnahmen bei Grund- und Gewerbesteuer sowie die Chance auf Expansion des „Neuzugangs“.

Die Gessler Service GmbH, die 1982 gegründet wurde, ist von der sogar schon seit 40 Jahren bestehenden Gessler GmbH zu unterscheiden. Letztere sitzt in Nieder-Roden und verbleibt mit ihren 100 Mitarbeitern auch dort.

So soll die Zentrale der Gessler Service GmbH mit Büro- und Schulungsräumen von außen aussehen.

Die Gessler GmbH ist auf die Kennzeichnung und Ausleuchtung von Rettungswegen spezialisiert. Dazu entwickelt und produziert sie Batteriesysteme, stellt aber auch innovative Leuchtentechnik her. Für Sicherheit sorgt das Familienunternehmen etwa in Einkaufszentren, Hotelkomplexen, Wolkenkratzern oder Industrieanlagen. Zu den Aufgaben der Service GmbH wiederum gehören die Wartung, Inbetriebnahme und Montage von der Notlichtsystemen der Gessler GmbH. So werden ab dem Frühjahr 2020 unter den 40 Mitarbeitern in Eppertshausen 25 Service-Monteure sein, die täglich ins gesamte Bundesgebiet ausschwärmen. Weitere Standorte unterhält sie in München und Leipzig.

Geschäftsführer Marcus Gessler zufolge wächst die Service GmbH stetig, „dies hat den Neubau unausweichlich gemacht“. Um ein Haar wäre Eppertshausen zu spät gekommen: Das Unternehmen hatte bereits ein Grundstück in Nieder-Roden im Visier und war nicht mehr weit vom Notartermin entfernt. Eher zufällig erfuhr der Eppertshäuser Christdemokrat und Erste Gemeinde-Beigeordnete Lutz Murmann vom Bauvorhaben. Er brachte Eppertshausen und das Grundstück an der Ecke zwischen den Landesstraßen gen Urberach und Messel ins Gespräch. Mit Erfolg: Die Firma Gessler entschied sich noch einmal um, „was ein wesentlicher Verdienst von Carsten Helfmann ist“, wie Gessler betont. Die Eppertshäuser Kommunalpolitik und Verwaltung reagierten schnell auf das Interesse aus Nieder-Roden, bearbeiteten das Thema zügig.

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Das einen Hektar große Areal wird die Gessler Service GmbH zunächst nur teilweise bebauen. Sie könnte ob des absehbaren weiteren Wachstums dort aber schon in wenigen Jahren nachlegen. Zunächst hat das Unternehmen gemeinsam mit dem Rodgauer Architekturbüro Kollmenter / Fink eine Zentrale mit Büro- und Schulungsräumen (auf 1 600 Quadratmetern) sowie ein 1 000 Quadratmeter großes Lager geplant. Zwischen Lager und Rewe-Markt bleibt dann noch Platz für ein weiteres dieser Größenordnung. Auch zur Röntgenstraße hin kann sich Gessler noch kräftig ausdehnen.

Gebaut werden Lager und vor allem die Zentrale, die Bürgermeister Helfmann als „repräsentativ“ bezeichnet und die ein Hingucker an einer Stelle sein wird, die viele Autos von der Deutschen Projektbau aus Alzenau passieren. Im Dezember begannen die ersten Vorarbeiten, in einem Jahr soll alles fertig sein. Übrigens auch eine neue Straße, eher ein Sträßchen: Von der Röntgenstraße aus – ausschließlich von dort wird das Unternehmen auch angedient – führt im Grunde nur eine Einfahrt auf das Gelände. Dieser Einfahrt hat die Gemeinde aber großzügig den Namen „Gesslerstraße“ zugestanden. So wird auch die offizielle Postadresse des neusten Fischs, den Eppertshausen an seine Gewerbe-Angel bekommen hat, lauten.

Quelle: op-online.de

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